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Abkühlung

Diese Regeln gelten beim Schwimmen im Kanal

Münster

Sommer, Sonne und Schwimmen im Dortmund-Ems-Kanal – auch für viele Münsteranerinnen und Münsteraner gehört das fest zusammen. Wer im Kanal schwimmen möchte, sollte sich jedoch besser an die Regeln halten.

Von Anna Spliethoff

Volle Liegewiesen und zahlreiche Schwimmer im Wasser: Das Schwimmen im Kanal wird geduldet. Foto: dpa

Bereits am vergangenen Wochenende wurde in Münster die 30-Grad-Marke geknackt. Und auch für die kommenden Tage zeigt die Wettervorhersage Sonne und sommerliche Temperaturen. Für viele Münsteranerinnen und Münsteraner bietet da der Dortmund-Ems-Kanal eine willkommene Abkühlung.

Das Schwimmen dort ist aber eigentlich nicht erlaubt, worauf die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) immer wieder hinweist. Aber ein Sprecher erläuterte bereits in der Vergangenheit: "Das Schwimmen im Kanal wird grundsätzlich von der Schifffahrtsverwaltung des Bundes geduldet." Doch wer sich dort abkühlen möchte, sollte vor allem zur eigenen Sicherheit einige Regeln beachten.

Springen von Brücken ist verboten

"Die Binnenschifffahrtsstraßenordnung verbietet das Springen von Brücken, das Schwimmen im Abstand von 100 Metern zu einer Brücke, zu einem Wehr, zu einem Hafeneingang und Liegestellen sowie Anlegestellen", heißt es vonseiten der DLRG. Darüber hinaus sei auch das Schwimmen im Bereich von Schleusen sowie im Arbeitsbereich von schwimmenden Geräten wie Baggern oder Pontons verboten.

Video in Kooperation mit dem WDR:

Die DLRG empfiehlt dringend, sich an diese Verbote zu halten. Denn: "Alles andere kann sehr leicht eine absolute Lebensgefahr bedeuten." Auch auf Luftmatratzen oder andere Schwimmhilfen sollte verzichtet werden. Der Sog einer Schiffschraube sei nicht zu unterschätzen, so die DLRG.

Darum ist Schwimmen im Hafenbecken verboten

Auch das Hafenbecken in Münster ist für eine Abkühlung absolut tabu. Das erläutern die Stadtwerke Münster in ihrem Blog. Und dafür gibt es sogar gleich mehrere Gründe. Der Hafen gilt noch immer als aktiver Industriehafen, erläutern die Stadtwerke. Das bedeutet, dass jederzeit Frachtschiffe anlegen könnten. Damit das ungestört ablaufen und kein Schwimmer gefährdet wird, ist das Schwimmen laut Hafenordnung untersagt.

Ein Schild an der Kopfseite des Hafenbeckens macht auf die Gefahr aufmerksam. Foto: Stadtwerke Münster

Ein Schild im Hafenbecken weist außerdem auf eine Strömung hin. Denn das Kraftwerk produziert neben Strom auch Fernwärme. Die dafür benötigten Turbinen müssen gekühlt werden. Dafür verwenden die Stadtwerke Wasser aus dem Kanal. Nach dem Kühlprozess wird das dafür verwendete Wasser wieder in den Kanal eingeleitet - und zwar an der Kopfseite des Hafens. So können unter der Wasseroberfläche Strömungen und Verwirbelungen entstehen. "Daher herrscht dort Lebensgefahr und eben absolutes Schwimmverbot", heißt es in dem Blog-Beitrag der Stadtwerke.

Die DLRG empfiehlt übrigens, das Schwimmen im Kanal ganz zu unterlassen - und für eine Abkühlung lieber ein Freibad aufzusuchen oder bewachte Badestellen zu nutzen.

Die Freibäder im Münsterland im Überblick

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