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Die Stadt bietet Schwimmkurse in den Osterferien an

Schwimmen lernen in zehn Tagen

Münster

Das Seepferdchen oder sogar das bronzene oder silberne Abzeichen sind das Ziel vieler Schülerinnen und Schüler, die sich derzeit jeden Tag „in die Fluten stürzen“. Denn in 31 Kursen, die Teil der landesweiten Kampagne „NRW kann schwimmen“ sind, wird den Kindern das Schwimmen beigebracht.

Von Simon Beckmann

Julian (8) nimmt wie etwa 340 andere Kinder an dem Intensiv-Schwimmkurs in den Osterferien teil. Foto: Simon Beckmann

Ausgerüstet mit einer grünen Poolnudel stürzt sich Julian in die Fluten des Hallenbades Ost. Die Arm- und Beinbewegungen sowie das Gleiten funktionieren schon ganz gut. Der Kopf bleibt auch über Wasser. Und getaucht – das erzählt er stolz – ist der Achtjährige ebenfalls bereits. Am Ende der Woche will Julian mindestens das Seepferdchen in der Tasche haben. Im besten Fall sogar das bronzene Schwimmabzeichen.

Und damit steht er nicht alleine da. Denn aktuell machen rund 340 Schülerinnen und Schüler überwiegend aus den vierten und fünften Klassen aus münsterschen Schulen bei einem Ferienangebot des Sportamtes und der Vereine „DLRG Münster“, „Turngemeinde Münster“, „Wasser und Freizeit Münster“ sowie „Westfalia Kinderhaus“ mit: Schwimmen lernen in zehn Tagen.

Ehrenamtliche bringen Kindern das Schwimmen bei

Geübt wird dabei nicht nur im Hallenbad Ost, sondern auch noch in den Schwimmhallen in Wolbeck, Hiltrup, Roxel, Kinderhaus und Mitte. Alles unter der Aufsicht von ehrenamtlichen Übungsleitenden, die den Mädchen und Jungen in ihrer Freizeit das Schwimmen beibringen wollen. „Das macht Spaß und es ist schön, zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln“, erzählt Jan Luca Rolfes von der Turngemeinde Münster am Beckenrand.

„Es ist echt bedenklich, dass viele Kinder nicht schwimmen können“

Die Wichtigkeit dieser Intensiv-Schwimmkurse, die Teil der landesweiten Kampagne „NRW kann schwimmen“ sind, verdeutlicht Ari Schmitz. „Es ist echt bedenklich, dass viele Kinder nicht schwimmen können. Durch Corona hat sich das Ganze noch einmal verschärft“, bemerkt der stellvertretende Bezirksleiter der DLRG Münster. Schließlich könnten viele Situationen aus dem Alltag gefährlich werden.

Die DLRG versuche schon, möglichst vielen Kindern schwimmen beizubringen. Doch die Warteliste für einen Platz sei lang. „Es gibt nur begrenzte Hallenkapazitäten und Schwimmzeiten“, erklärt er den Hintergrund. Angesichts dessen seien solche Ferienkurse ideal. „Die Kinder sind jeden Tag im Wasser.“ Das sieht Felix Richter, Geschäftsführer der Turngemeinde Münster, ebenfalls so. Deswegen unterstütze der Verein gerne mit fachkundiger Anleitung.

v.l. Felix Richter (Geschäftsführer der Turngemeinde Münster), Ari Schmitz (stellv. Bezirksleiter der DLRG Münster), Sportamtsleiterin Kerstin Dewaldt sowie Thorsten Imsieke und Maren Sophie Danebrock vom Sportamt machten sich im Hallenbad Ost selbst ein Bild von einem Schwimmkurs in den Osterferien. Foto: Simon Beckmann

Lob gibt es auch von Sportamtsleiterin Kerstin Dewaldt: „Es ist großartig, wie sehr sich die Übungsleitenden um den Schwimmerfolg eines jeden Kindes bemühen.“ Die zahlreichen abgelegten Schwimmabzeichen in den 31 Kursen in Münster – nach Schätzungen der Stadt haben am Ende rund 75 Prozent das Seepferdchen, einige sogar das bronzene oder silberne Abzeichen – seien ebenfalls ein Ergebnis des großen Engagements der Trainierenden der Vereine.

Video in Kooperation mit dem WDR-Landesstudio Münster:

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