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Berufliche Integration von Migranten

Sie wollen Müttern eine Chance geben

Münster

Mütter mit Migrationsgeschichte – und damit ihre Familie – unterstützt die Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung. Unter anderem arbeitet sie mit dem Jugendgästehaus am Aasee zusammen.

wn

Stefan Rodine, stellvertretender Leiter des Jugendgästehauses, freut sich über Projekt-Teilnehmerin Nana K. Sie macht seit dem 1. Dezember eine vorbereitende Einstiegsqualifizierung für die Ausbildung zur Hotelfachfrau im Jugendgästehaus. Foto: pd

Die Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung (Geba) unterstützt bis zum 30. Juni 2022 mit „Stark im Beruf – Zukunft wagen“ Mütter mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg Richtung Ausbildung und Arbeit. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Bundesweit engagieren sich rund 80 Kontaktstellen für die erfolgreiche Integration von Mütter mit Migrationsgeschichte heißt es in einem Pressebericht der Gesellschaft.

In der zweiten Projektphase seit 2019 haben sich bereits 97 Frauen auf den Weg zur Kontaktstelle der Geba gemacht. 70 Mütter haben in den Einstiegsgesprächen Angebote gefunden. Neben Sprachkursen und Qualifikationsangebote nutzen die Frauen ganzheitliche Beratungen, Infocafés sowie Coachingangebote. Elf Frauen sind bereits 2019 im Job angekommen – darunter sechs Frauen, die sich in Ausbildung, EQ oder in beruflicher Weiterbildung auf einen qualifizierten Arbeitsplatz vorbereiten. Um dieses Angebot kontinuierlich zur Verfügung stellen zu können, arbeitet Geba mit der GGUA Flüchtlingshilfe, dem Mehrgenerationen- und Mütterzentrum in Gievenbeck und dem Jobcenter der Stadt zusammen. Darüber hinaus nimmt das städtische Sozialamt regelmäßig an den Steuerungsrunden teil und gibt wichtige Impulse, heißt es in der Mitteilung weiter.

Eine der Projektteilnehmerinnen ist Nana K. Sie ist glücklich, dass sie seit dem 1. Dezember eine Einstiegsqualifizierung im Jugendgästehaus Aasee machen darf. Dort bereitet sie sich fachlich und sprachlich auf eine Ausbildung als Hotelfachfrau vor. „Für meine Familie und mich bedeutet das eine große Chance. Ich kann mein Studium der Anglistik nutzen, einen guten Beruf lernen und so meiner Familie ein sicheres Leben und eine gute Perspektive in Deutschland bieten.“

Stefan Rodine als stellvertretender Leiter des Jugendgästehauses Aasee ist zuständig für die Ausbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern. Er ist stolz darauf, Gästen aus aller Welt mit rund 54 000 Übernachtungen im Jahr ein temporäres Zuhause zu bieten. Dazu verlässt er sich auf das internationale Team. „Vor allem in der Saison muss es schnell gehen. Das gelingt nur, wenn das Team sich gut abstimmt und jeder genau weiß, was zu tun ist.“

Mittlerweile sei es gelungen mit dem Projekt „Stark im Beruf – Zukunft wagen“ drei Frauen erfolgreich in unterschiedliche Arbeitsfelder des Jugendgästehauses Aasee zu vermitteln.

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