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Skate-Aid zieht Jahresfazit

Skateboards für Geflüchtete in Berlin und der Ukraine

Münster

Skate-Aid, einst von Titus Dittmann ins Leben gerufen, ist nun auch mit einer Skate-Anlage in Berlin-Tegel zu finden. Denn dort befindet sich das größte Aufnahmezentrum für Geflüchtete in Deutschland.

Am Berliner Flughafen in Tegel ist das größte deutsche Aufnahmezentrum für Geflüchtete. Nun steht dort auch ein Skate-Container für Kinder und Jugendliche. Foto: Skate-Aid

Seit wenigen Wochen stehen zwei große Container der münsterischen Initiative Skate-Aid von Skate­legende Titus Dittmann in Berlin-Tegel sowie in der Ukraine. Gefüllt sind die Container mit Skatepark-Elementen, Skateboards und weiterem Skate-Equipment.

Traumatisierte Kinder und Jugendliche, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, können sich dort laut Mitteilung der Initiative Skateboards ausleihen und von geschulten Coaches skaten lernen. In Tegel steht das größte Aufnahmezentrum für Geflüchtete Deutschlands, Moldau hat im Vergleich zu seiner Einwohnerzahl viele Geflüchtete aufgenommen. Von Skate-Aid geschulte Coaches haben das pädagogische Programm mit den aufgestellten Containern gestartet und dabei auch lokale Coaches geschult. Die haben nun laut Mitteilung im Oktober 2022 übernommen und führen das Projekt vor Ort eigenverantwortlich mit Unterstützung von Skate-Aid weiter. Weitere Container-Standorte sind in Planung.

Neuer Skatepark in Nepal

Doch nicht nur die Container hat Skate-Aid im vergangenen Jahr angeschafft. Im März 2022 wurde die Eröffnung des neuesten Skate-Aid Skateparks in Butwal/Nepal gefeiert. Der Skatepark hat, von oben gesehen, die Form des Skate-Aid-Logos und ist multifunktional ausgerichtet. Über 2000 Kinder und Jugendliche haben laut ­Skate-Aid in Nepal bereits an pädagogisch angeleiteten Skate-Workshops teilgenommen, 25.000 seien es insgesamt im vergangenen Jahr gewesen.

Daneben lief auch die seit 2019 laufende Aktion Skate-Aid@School weiter, bei dem Schulen mit mobilen Skateparks und mobilen Minirampen besucht werden. Mit den Skateparks und dem Skateboard als Tools biete Skate-Aid Orientierungshilfe, trage zur Gleichstellung der Geschlechter bei und ermögliche eine Steigerung des Selbstwertgefühls, der intrinsischen Motivation und des Gemeinschaftsbewusstseins, der Eigenverantwortung und der Zielstrebigkeit, heißt es seitens der Initiative.

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