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Vandalismus

Skulpturen-Kopf im Gebüsch gefunden

Münster

Freunde der Kunst haben es mit den Skulptur-Projekten von Ei Arakawa und Nicole Eisenman nicht leicht: Beide wurden Opfer von Vandalismus, von beiden gibt es gute Nachrichten, allerdings mit Wermutstropfen.

Gerhard H. Kock

Nur freitags sind die Leucht-Gemälde von Ei Arakawa am Haus Kump gut zu genießen. Foto: Gerhard H. Kock

Seit Donnerstag ist das gestohlene LED-Panel vom Skulptur-Projekt am Haus Kump ersetzt, das Gemälde von Jutta Köther in Pixel-Version wieder zu sehen. Doch der Kunstgenuss ist zu dieser Jahreszeit arg getrübt, wenn die Sonne scheint. Darauf weisen Leser unserer Zeitung hin. Dem Künstler war das Phänomen als Problem bewusst.

Bei Sonnenschein ist die Arbeit fast nur hörbar. Die Öffnungszeiten der Skulptur-Projekte 2017 machen (bis auf freitags) aber mehr nicht möglich. Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr. Nur am Freitag kommen die Abdeckplanen erst ab 22 Uhr über die Leucht-Gemälde des japanischen Künstlers. Das bedeutet, dass unter der Woche die Lichter kaum oder gar nicht zu erkennen sind.

Die gute Nachricht: Ab dem 9. September liegt der Sonnenuntergang in Münster vor 20 Uhr, mithin der Dämmerungsbeginn innerhalb der Öffnungszeiten. Der Kunstgenuss ist damit auch samstags, sonntags und unter der Woche möglich.

Geköpft hatten Unbekannte eine der Skulpturen von Nicole Eisenman an der Kreuzschanze. Jetzt ist der Kopf wieder aufgetaucht, war aus Polizeikreisen zu erfahren. Passanten hatten ihn in einem Gebüsch im Bereich der Kreuzschanze entdeckt, was auf Vandalismus schließen lässt. „Dennoch bleibt es eine Sachbeschädigung“, verdeutlicht Polizeisprecher Roland Vorholt.

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