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Defektes Ladegerät

„Solaaris“ ging der Saft aus

Münster

Ein defektes elektrisches Ladegerät hat zu einer Zwangspause für die „Solaaris“ geführt. Nachdem die Batterien über die Solarzellen aufgeladen waren, nahm das Schiff seinen Dienst wieder auf.

Uwe Wahlbrink

Gestern legte die „Solaaris“ wieder planmäßig von der Goldenen Brücke ab. Den Strom dafür lieferten die Sonnenkollektoren auf ihrem Dach. Foto: uwa

Sicherheit geht vor. Das ist für Peter Overschmidt oberstes Prinzip. Darum legte der Eigentümer der „Solaaris“ das Aasee-Fahrgastschiff umgehend am Montag still, als eine der beiden Batteriereihen kaum noch Strom hatte. Grund dafür war ein defektes elektrisches Ladegerät.

Die idealen Lichtverhältnisse des Zwangsruhetags wurden dazu genutzt, die Akkus vollständig über die Sonnenkollektoren aufzufüllen. Gestern nahm das Schiff seinen Dienst zwischen Aaseeterrassen und Allwetterzoo schon wieder planmäßig auf. „Jetzt sind wir das erste Mal richtig autark unterwegs“, berichtet Overschmidt, der auf Ersatz für das ausgefallene Ladegerät aus der Schweiz wartet.

„Natürlich hätten wir auch mit nur einer Batteriereihe fahren können. Aber was, wenn die ausgefallen wäre?“, fragt der Unternehmer. Die „Solaaris“ verfüge über keinen alternativen Antrieb.

Bereits am 1. Mai musste die „Prof.-Landois“-Nachfolgerin passen, weil zwei Solarregler durchgebrannt waren. In Nachschichten hätten seine Mitarbeiter und die einer Elektronikfirma dafür gesorgt, das das umweltfreundliche Verkehrsmittel wieder in Gang kam. Erschwerend, so Overschmidt, habe sich ausgewirkt, dass eine Zulieferfirma für das Batteriemanagementsystem insolvent geworden sei und sich eine andere erst in die Materie einarbeiten musste.

Die „Solaaris“ sei in dieser Zusammenstellung eine Weltneuheit, bei der noch „Kinderkrankheiten“ auftreten könnten, sagt der Eigentümer. Er hoffe, dass diese bald ausgemerzt seien. Denn: „Von meinem unternehmerischen Anspruch her kann ich damit natürlich nicht zufrieden sein.“

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