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Freizeitangebote für Kinder in den Ferien

Spagat zwischen Spaß und Vorsicht

Münster

Endlich wieder springen und toben! Dass die Freizeitparks in Münster nach und nach öffnen, ist besonders in der Ferienzeit ein Segen für Kinder und Eltern. Doch bei aller Ausgelassenheit ist Vorsicht geboten – denn die Pandemie ist trotz zahlreicher Lockerungen nicht vorbei.

Von Pjer Biederstädt

Nach und nach öffnen Freizeit-Attraktionen – hier das Fun Center Nimmerland – ihre Tore für Besucher. Die seit langer Zeit niedrigen Inzidenzen machen es möglich. Vorsicht ist für die Betreiber dennoch das A und O. Foto: Matthias Ahlke

Die Ferien haben längst begonnen, doch nicht alle Familien fahren auch in den Urlaub. Für viele ist die unvorhersehbare Entwicklung der Corona-Lage ein Hemmschuh. Profitieren könnten davon die hiesigen Freizeitangebote, die nach und nach ihre Tore wieder aufsperren – im Spagat zwischen Spaß und Vorsicht.

Am vergangenen Sonntag öffnete beispielsweise das Fun Center Nimmerland an der Gildenstraße in Handorf. Der Freizeitpark war seit November 2020 geschlossen. „Der Ansturm am ersten Tag war so groß, dass wir irgendwann keine Pommes mehr hatten“, sagt Betriebsleiterin Mia van Jüchems.

Kinder haben sich an Masken gewöhnt

Auch wenn die Testpflicht entfällt und kein Termin gebucht werden muss, gilt Vorsicht überall dort, wo viele Kinder aufeinandertreffen – so auch im Nimmerland. Deshalb können sich Besucher in dem Freizeitpark während der Ferien jeden Tag von 10 bis 18.30 Uhr austoben, allerdings mit Maske. Für Kinder ab sechs Jahren besteht Maskenpflicht im Eingangsbereich, auf dem Weg zu den Toiletten und an der Theke. Im Spielbereich dürfen sie die Maske absetzen. Für Kinder ab Zwölf ist die Maske im kompletten Indoor-Spielplatz Pflicht.

„Das klappt besser als im vergangenen Jahr. Die Kinder haben sich offenbar daran gewöhnt“, sagt Mia van Jüchems. Sie beobachte allerdings, dass das Einhalten der Regeln nicht für alle Eltern selbstverständlich sei.

Nach siebenmonatiger Corona-Zwangspause hat nun auch der Sportpark Ninfly an der Robert-Bosch-Straße wieder geöffnet. Auch hier gilt: Vorsicht ist das A und O. Einen Test benötigen Besucher zwar nicht mehr, die Maskenpflicht gilt aber nach wie vor. Die Maske darf nur zur aktiven Sportausübung und in der Gastronomie am Tisch abgenommen werden. Zur Kontaktverfolgung müssen sich Gäste vorab online registrieren. Um die Sportler besser zu trennen, habe man die Kapazität im Trampolinpark von 140 auf 90 Sprungplätze reduziert, sagt Sabine Ahlemeyer.

Akuter Personalmangel

Die Ninfly-Inhaberin hat neben den Corona-Bestimmungen eine zweite Baustelle zu beackern: „Es herrscht akuter Personalmangel.“ Derzeit stemme man die Arbeit mit 17 statt der sonst üblichen 80 Mitarbeiter. Dass die Studierenden nach den Online-Semestern noch nicht wieder in der Stadt sind, spüre man. Die Folge: „Wir können in diesem Jahr keine Feriencamps anbieten“, so Ahlemeyer. Das Ninfly öffnet zwar an sieben Tagen in der Woche, werktags wegen des Personalengpasses aber erst ab 14 Uhr.

„In erster Linie sind wir aber froh, dass wir wieder aufmachen können.“ Das sei auch gut für die Kinder, denn die Ninfly-Trainer hätten seit der Öffnung „auffällige motorische Defizite“ bei den Kindern beobachtet, so Ahlemeyer.

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