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Ex-Gesundheitsminister zu Gast beim Reservistenverband in Handorf

Spahn fordert Respekt für Soldaten

Münster

Prominenter Besuch beim Reservistenverband in Münster. Der frühere Gesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich in Handorf zu aktuellen Fragen der Sicherheitspolitik.

Jens Spahn war zu Gast beim Reservistenverband. Foto: Dreifke

Die Bezirksgruppe Münster des Reservistenverbandes hat jetzt nach langer Pandemiepause wieder eine sicherheitspolitische Präsenzveranstaltung organisiert. Im Saal vom „Dat Handorfer Huus“ begrüßten die sicherheitspolitischen Beauftragten Uwe Titau und Jürgen Dreifke den ehemaligen Gesundheitsminister und jetzigen Bundestagsabgeordneten Jens Spahn. Er skizzierte vor etwa 40 Reservisten und geladenen Gästen aus seiner Perspektive den Standort Deutschlands bei der Sicherung des Friedens in Europa, berichtet die Bezirksgruppe in einer Pressemitteilung.

Sicherheit sei ein Thema, das alle politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Zusammenhänge bestimme und nicht allein an die Bundeswehr delegiert werden könne. Überall in Politik und Ökonomie gehe es um die Wahrung von Selbstbestimmung und Vermeidung einseitiger Abhängigkeiten. Spahns zentrale Botschaft: „Alles hat mit Sicherheit zu tun. Sicherheit geht alle an.“ Die ganze Gesellschaft müsse sich mit der Existenzberechtigung des Militärs immer wieder auseinandersetzen. Dazu gehöre der offene Dialog ungeachtet aller Meinungsdifferenzen.

Akzeptanz von Uniformträgern

Die Vermittlung dieser Themen in Schulen, die Akzeptanz von Uniformträgern und des Reservistendienstes seien wichtige Aspekte der Fragen aus dem aktiven Plenum gewesen. Spahn meinte, dass Polizisten und Soldaten, die draußen den Kopf hinhalten, den notwendigen Respekt der politischen Führung und Gesellschaft erwarten können.

Die Bezirksgruppe freute sich besonders über die Teilnahme von Vertretern der Bundeswehr mit Brigadegeneral Geilen vom deutsch-niederländischen Korps aus Münster und Oberfeldärztin Dr. Groß, die als Kommandeurin des Sanitätsregiments 4 in Bentlage unmittelbar nach ihrem Auslandseinsatz aus Mali gekommen war. Das Netzwerk der sicherheitspolitischen Arbeit wurde durch die Anwesenheit der Politikwissenschaftlerin Christiane Heidbrink von der Universität Bonn und Marc Würfel-Elberg von der Deutschen Atlantischen Gesellschaft Sektion Münster gefestigt.

In der Debatte um eine allgemeine Dienstpflicht vertrat Spahn den Standpunkt, dass jeder freiwillige Bewerber einen Anspruch auf einen Platz in einem gesellschaftlichen Dienst haben müsse.

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