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Neujahrsempfang der CDU im Mühlenhof

Spahns drei Vorsätze für 2023

Münster

Ein bekennendes „Kind der Provinz“ hatte Münsters CDU zu ihrem Neujahrsempfang auf dem Mühlenhof eingeladen. Der prominente Gast aus Ahaus ließ es dabei nicht an klaren Botschaften mangeln.

Unions-Fraktionsvize Jens Spahn und Kreishandwerksmeisterin Rosemarie Ehrlich (l.) begrüßte CDU-Kreisvorsitzende Simone Wendland beim Neujahrsemfang der Partei im Mühlenhof. Foto: Oliver Werner

Nicht donnernd, aber deutlich in der Ansage: Der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende und Ex-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn teilte am Donnerstag mit etwa 150 Parteimitgliedern und Gästen auf dem Mühlenhof seine drei politischen Vorsätze für das Jahr 2023.

Beim Neujahrsempfang der münsterischen CDU hatte der Unions-Fraktionsvize aus Ahaus quasi ein Heimspiel: Als bekennendes „Kind der Provinz“ genoss er nach eigenen Worten die Atmosphäre im Gräftenhof des Museums – „auf festem Boden offen sein für die Welt“ verortete sich Spahn und warb für einen „weltoffenen Patriotismus“.

Forderung nach mehr Unabhängigkeit

Angesichts der Unwägbarkeiten dieser Zeiten verzichtete der Bundestagsabgeordnete auf Vorhersagen. Stattdessen führte er drei Vorsätze für das neue Jahr an. „Mehr gute Debatten führen“, forderte Spahn als Erstes. Nur so könnten Spannung und Spaltung in der Gesellschaft zu Austausch und Gemeinsamkeit führen.

Die Hand zum Gespräch zu reichen, beschrieb Spahn als Weg, ohne dabei auf Klarheit in der Sache zu verzichten. Mit der Formel „Sagen, was ist, um es dann besser zu machen“ benannte er diesen Umstand. Was er damit etwa meinte? „Wir müssen mehr für unsere eigene Sicherheit in Europa tun.“ Deutschland müsse sich als Lehre aus der Krise souveräner machen. „Wer Gas in Katar kaufen kann, sollte auch Handel mit Kanada treiben“, kritisierte der Ahauser die insgesamt sechsjährige Verhandlungsdauer bis zum Abschluss des Handelsabkommens mit dem nordamerikanischen Land im Dezember 2022.

Nicht regierungstragend

Zu guter Letzt forderte der CDU-Politiker seine eigene Partei auf, die kommenden Monate zu nutzen, die 20er-Jahre konzeptionell neu zu denken und sich selbst zu positionieren. Die CDU sei staatstragend, aber eben nicht regierungstragend, verwies Spahn auf die eigene Oppositionsrolle.

Plädoyer fürs Handwerk

„Anpacken und Mut machen“ hatte die CDU-Kreisvorsitzende Simone Wendland bei der Begrüßung trotz aktueller Unsicherheiten als Marschroute für das neue Jahr ausgegeben. Anpacken sei auch für das Handwerk tägliches Brot – mit diesen Worten hieß die Landtagsabgeordnete Kreishandwerksmeisterin Rosemarie Ehrlich als zweiten Ehrengast willkommen. Letztere warb vor dem Hintergrund lokaler Verkehrsdebatten dafür, dass die Mitarbeitenden ihre Einsatzorte weiter gut erreichen können. „Stadt und Handwerk sind eine Schicksalsgemeinschaft.“

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