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Ratsmandat

SPD fordertMandat vonKersting

Münster

Münsters Genossen sind sauer auf ihren einstigen Fraktionschef. Sie fordern dessen Ratsmandat zurück, nachdem Mathias Kersting bei der SPD ausgetreten ist. Doch der will nicht so wie seine früheren Parteifreunde,

Ratsherr Mathias Kersting, der zur CDU wechselt, will trotz Forderungen aus der SPD sein Ratsmandat behalten. Foto: Oliver Werner

Ursprünglich sollte Mathias Kersting am Mittwoch als SPD-Ratsherr im in der Halle Münsterland tagenden Hauptausschuss Platz nehmen. Doch nach seinem überraschenden Austritt aus Ratsfraktion und Partei am Montag verzichtete er aus nahe liegenden Gründen auf eine Teilnahme. Stattdessen sollte SPD-Ratfrau Lia Kirsch den Abweichler vertreten, sodass sich die Genossen zumindest in dieser Sitzung zahlenmäßig nicht geschwächt sahen.

Die Enttäuschung in der Partei über den Wechsel des ehemaligen SPD-Fraktionschefs zur CDU ist gleichwohl groß, die Forderungen sind deutlich: Man habe die „klare Erwartung“, dass Kersting sein über die Reserveliste der SPD erworbenes Ratsmandat zurückgebe und somit den Weg für eine Nachbesetzung freimache, erklärten Parteichef Robert von Olberg und Fraktionsvorsitzender Marius Herwig in einem Mitgliederbrief. Das Ratsmandat zur CDU mitzunehmen sei ein „unsolidarisches Verhalten“.

Kersting will dieses dagegen weiter ausüben, wie er am Mittwoch erneut betonte. Er habe sich bei der Kommunalwahl als Person engagiert und sehe sich deshalb auch legitimiert, sein über die Liste erworbenes Mandat fortzuführen.

Bekräftigt hat die SPD trotz des Abgangs ihren Willen, in der Koalition mit Grünen und Volt zu bleiben.

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