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Studierende bereiten digitale Ausstellung vor

Spurensuche im Paulus-Dom

Münster

Mit besonderen Kunstwerken im Paulus-Dom haben sich Studierende der Universität befasst. Sie suchen nach Spuren aus dem Alten Testament. Ihre Ergebnisse werden die Studierenden in Kürze veröffentlichen – in einer digitalen Ausstellung. Interessierte können bei der Vernissage dabei sein.

Mit einem Kamerateam realisieren die Studierenden gemeinsam unter anderem mit Viktoria Weinebeck (4.v.l.) von der Domkammer Münster und Dozent Ludger Hiepel (5.v.l.) die digitale Ausstellung. Foto: Domkammer/Elisabeth Lange

Ein Semester lang beschäftigen sich Studierende an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) mit besonderen Kunstwerken. Dabei legen sie gemeinsam mit Dozent Dr. Ludger Hiepel besonderes Augenmerk auf biblische Spuren aus dem Alten Testament mit Blick auf das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Ausgesucht haben sich die fünf Studierenden aus dem vierten bis achten Semester unterschiedliche Werke aus dem St.-Paulus-Dom.

So beschäftigt sich Nils Roman Hesselmann mit dem Meistermannfenster im Chorumgang. „Das Buch Daniel ist die Grundlage der Fenster. Es ist in einer Zeit der Verfolgung entstanden“, berichtet der Student. Florian Knappheide behandelt das Bildprogramm auf dem Grabmal des Dompropstes Ferdinand von Plettenberg. Dargestellt ist die Neutestamentliche Szene „Jesus im Garten Gethsemane“. Christian Winkhold hat ein Fragment einer Kasel, also eines liturgischen Gewandes, ausgewählt, das im Hochmittelalter entstanden ist. Für einige der 14 goldenen Prophetenbüsten des Hochaltars und ihr Bildprogramm hat sich Mara Albracht entschieden. Stephan Offermann hat sich laut Pressemitteilung für das Pestkreuz und eine Medaille von 1350 entschieden, da es einen Bezug zum Untergang der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde und zur Pandemie gibt.

Tipps für die digitale Präsentation

Das Ziel der Studierenden: Sie möchten ihre Ergebnisse ansprechend in einer digitalen Ausstellung präsentieren, Verbindungslinien untereinander finden und mit historischen, theologischen und aktuellen Themen verknüpfen. Tipps für die Umsetzung einer digitalen Präsentation erhalten sie von Kathrin Nolte von der Wissenschaftsredaktion der Abteilung „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“ der Universität. „Die Informationen müssen für die Nutzer mit unterschiedlichen Medienformaten interessant verpackt werden. Das können Videos, Fotos oder beispielsweise Grafiken sein, die miteinander kombiniert werden“, führt sie an.

Jetzt geht es an die Konzeption, an die technische und erzählerische Umsetzung sowie an die Entwicklung von Verbindungslinien zwischen den einzelnen Kunstwerken. Für welche digitale Form sich die Studierenden entschieden haben, erfahren Interessierte bei einer Online-Vernissage am 19. August (Donnerstag) von 14.15 bis 15.15 Uhr. Nach der Anmeldung per E-Mail an bibel.im.dom@uni-muenster.de gibt es die Zugangsdaten.

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