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Ratsentscheidung am 4. Juli

Stadionfrage spaltet die Ratsparteien endgültig

Münster

Der Streit in der Stadionfrage ist inzwischen ganz offensichtlich: CDU und Grüne setzten auf den „Sportpark Berg Fidel“ – SPD und FDP wollen erst die Stadion-Suche der Preußen abwarten.

Klaus Baumeister

CDU und Grüne in Münster halten am Stadion an der Hammer Straße als Heimspielstätte für Preußen Münster fest. Foto: Jürgen Peperhowe (Archiv)

In der Stadion-Frage ist das Tischtuch zwischen CDU und Grünen auf der einen Seite sowie SPD und FDP auf der anderen endgültig zerschnitten. Das wurde in der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstagabend sehr deutlich.

CDU und Grüne sind fest entschlossen, in der Ratssitzung am 4. Juli den Bebauungsplan „Sportpark Berg Fidel“ zu beschließen und damit die Voraussetzungen für einen Stadionausbau an der Hammer Straße zu schaffen. SPD und FDP halten dies für den falschen Weg, solange nicht die Frage geklärt sei, ob an anderer Stelle ein komplett neues Preußen-Stadion gebaut wird.

SCP: Keine wirtschaftliche Perspektive

Seit 2016 steht die Stadionfrage wieder auf der Tagesordnung, weil die Verantwortlichen des SC Preußen erklärten, dass sie am Standort Hammer Straße dauerhaft keine wirtschaftliche Perspektive sehen. Derzeit wird über ein Stadion in Bösensell an der Autobahnauffahrt zur A 43 diskutiert.

Die Suche nach einem Alternativstandort in Münster wurde aufgegeben, zumal sich CDU und Grüne darauf verständigten, dass die Frage eines finanziellen Engagements der Stadt an einen Verbleib der Preußen an der Hammer Straße geknüpft sei.

Schwarz-Grün macht „Nägel mit Köpfen“

Der CDU-Ratsherr Georg Fehlauer erklärte in der Aussprache, dass es den Preußen unbenommen sei, an anderer Stelle ein neues Stadion zu bauen. „Wenn das nicht klappt, bleibt aber die Hammer Straße“, lobt er den vorliegenden Bebauungsplan, der einen Ausbau der Stadionkapazität bis 20.000 Besucher vorsieht.

Der SPD-Ratsherr Robert von Olberg erwiderte, dass das schwarz-grüne Ratsbündnis „Nägel mit Köpfen macht“, ohne die aktuelle Überlegungen der Preußen abzuwarten. Das erschwere künftige Planungen.

Stadtbaurat Robin Denstorff gab zu bedenken, dass ein Aussetzen des Verfahrens so kurz vor dem Ende dazu führen könne, dass man das Verfahren komplett wiederholen müsse. Hier liege ein Risiko.

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