Solidarität in der Corona-Krise

Stadtbücherei kauft in lokalem Buchhandel ein

Münster

Buchhandlungen haben es in der Corona-Krise genauso schwer wie der restliche Einzelhandel. Die Buchläden in Münster bekommen jetzt allerdings Unterstützung von der Stadtbücherei.

Die Stadtbücherei solidarisiert sich in der Corona-Krise mit dem lokalen Buchhandel. Foto: Heiner Witte

Die Türen der Stadtbücherei Münster sind geschlossen, Publikumsverkehr gibt es wegen der Corona-Pandemie nicht. Aber Stillstand herrscht deshalb noch lange nicht. Dafür sorgt das Bücherei-Team, das sich hinter den Kulissen auch weiterhin um den Einkauf von  Büchern und Medien kümmert und aktuell den Buchetat der Stadtbücherei zu Gunsten des lokalen Buchhandels umschichtet.

"Es kann nur ein kleiner Beitrag sein, aber wir möchten uns solidarisch zeigen mit den engagierten Buchhändlerinnen und Buchhändlern vor Ort, die ihre Geschäfte schließen mussten und nun in ihrer Existenz bedroht sind", sagt Kulturdezernentin Cornelia Wilkens.

Qualität und Vielfalt

Der lokale Buchhandel steht für Qualität und Vielfalt. Davon ist auch Stefanie Dobberke, Leiterin der Stadtbücherei Münster, überzeugt: "Ich kann mir diese Stadt ohne Buchläden, besonders inhabergeführte Buchläden nicht vorstellen. Ihr Beitrag zum wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben ist von großer Bedeutung."

Deshalb bleibt auch unabhängig von Corona traditionell ein guter Teil des Buchetats der Stadtbücherei vor Ort. Ganz verzichten kann die Stadtbücherei im Normalbetrieb allerdings nicht auf Services externer Lieferanten. Bieten diese doch spezielle Dienstleistungen, Buchvorbesprechungen und notwendige Datenpakete an.

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