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"Münster mittendrin" 2022

Weit über 100.000 Menschen strömten zum Stadtfest

Münster

Entspannte Stimmung, keine besonderen Vorkommnisse: So lautet die Bilanz der Verantwortlichen beim Stadtfest „Münster mittendrin“. Beim Kartenverkauf für die Domplatz-Konzerte wurde ein neuer Rekord erreicht.

Viele entspannte Gesichter, keine besonderen Vorkommnisse: Diese Bilanz zogen die Verantwortlichen nach drei Tagen Stadtfest in Münsters Mitte.  Foto: Oliver Werner

Als die Verantwortlichen von Stadt, Polizei, Rettungsdienst und der Münster Mittendrin GmbH am Sonntagnachmittag eine Bilanz des Stadtfestes zogen, da fiel ein Wort immer wieder: „Entspannt!“

Fritz Schmücker von Münster Marketing sprach von einem „extrem friedlichen“ Stadtfest, Polizei-Pressesprecher Jan Schabacker betonte, dass die von der Polizei befürchteten „Alkohol-Exzesse und Schlägereien“ nahezu komplett ausgeblieben seien.

22 Notarzteinsätze bis zum Sonntagnachmittag

André Weber vom Arbeiter-Samariter-Bund konnte sogar mit Zahlen dienen. Bis Sonntagnachmittag hatte er 22 Notarzteinsätze auf dem Stadtfest registriert, rund die Hälfte dessen, was üblich sei.

Apropos üblich: Üblich war bei diesem Stadtfest nichts oder fast nichts, da das letzte drei Jahre zurücklag. Entsprechend groß war die Erleichterung der Organisationschefin Ana Voogd. Sie formulierte ihre Gefühlslage so: „Es war so schön wie nie – auch, weil wir eine Pause hatten.“

30.000 Karten für den Domplatz verkauft

Langjährige Beobachter von „Münster mittendrin“ attestierten dem Fest einen etwas geringeren Publikumszuspruch als 2019. Gleichwohl gab es einen Rekord zu vermelden. Bei den drei kostenpflichtigen Konterten auf dem Domplatz wurden insgesamt 30 000 Besucherinnen und Besucher gezählt. „Beim Start von Münster mittendrin war nicht einmal Roland Kaiser ausverkauft“, erinnerte Voogd an die Anfänge.

Schmücker sprach in diesem Zusammenhang von einem „Festival im Fest“, sprich: einem kostenpflichtige Konzertareal inmitten eines ansonsten kostenlosen Programmangebotes. Diese Kombination sei inzwischen ein „Alleinstellungsmerkmal“ des Stadtfestes in Münster und habe sich bewährt. Ebenso wie der Auftritt von Roland Kaiser. Mit ihm endet inzwischen jedes Stadtfest. Benjamin Wiesner von Münster Marketing betonte gleichwohl, dass die Hauptkonzerte nicht alles überlagert hätten. „Als auf dem Domplatz die Konzerte begannen, war es vor den anderen Bühne trotzdem voll.“

Kommentar: Volle Tische, tolle Musik

"Weit über 100.000 Besucher"

Auf eine konkrete Besucherzahl wollten sich die Verantwortlichen nicht festlegen lassen. Eine „Zahl im sechsstelligen Bereich“ oder auch „weit über 100.000“, das war die Sprachregelung. Das Budget für „Münster mittendrin“ lag bei rund 700.000 Euro, wie es am Sonntag hieß. 80.000 Euro steuert die Stadt Münster bei. Weiteres Geld kommt über Sponsoren, Standmieten und den Kartenverkauf zusammen.

Auffallend waren am Wochenende die Menschenmassen, die vom Bahnhof über die Windthorststraße in die Innenstadt strömten. Dies lässt die Vermutung zu, dass das 9-Euro-Ticket bei der Anreise eine wichtige Rolle spielte.

Die Fußgängerzone war voll – überall

Darüber hinaus war zu beobachten, dass sich – abseits der großen Konzertblöcke – die Menschen ziemlich verteilten. Am Freitag und Samstag war die komplette Fußgängerzone gut frequentiert – auch dort, wo keine Stände standen. Das Stadtfest-Publikum und das „normale“ Münster-Publikum mischten sich.

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