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Eskalation in Osteuropa

Stadtoberhäupter von Münster und Osnabrück entzünden Friedenslicht

Münster

Angesichts der bedrohlichen Lage in Osteuropa haben die Stadtoberhäupter der Friedensstädte Münster und Osnabrück, Markus Lewe und Katharina Pötter, am Mittwoch im münsterischen Friedenssaal ein Friedenslicht entzündet. 

Von Martin Kalitschke

Oberbürgermeister Markus Lewe und Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter entzündeten am Mittwoch ein Friedenslicht im Friedenssaal. Foto: Matthias Ahlke

Unter dem Eindruck der bedrohlichen Lage in der Ost-Ukraine und an der russisch-ukrainischen Grenze haben die Stadtoberhäupter der beiden Friedensstädte Münster und Osnabrück am Mittwoch eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Im Friedenssaal im münsterischen Rathaus entzündeten Markus Lewe und seine Amtskollegin Katharina Pötter zudem ein Friedenslicht.

Der Frieden in Europa sei aktuell „sehr fragil“, im Konflikt um die Ukraine seien gerade die Prinzipien des Westfälischen Friedens – Anerkennung von staatlicher Souveränität und des Völkerrechts – bedroht. „Ohne Toleranz und Dialog wird es keinen Weg zum Frieden geben“, betonte Lewe.

An die Menschen in den ukrainischen und russischen Städten, die Partnerschaften mit deutschen Kommunen pflegen, appellierte der münsterische Oberbürgermeister, der auch Präsident des Deutschen Städtetages ist, „Zeichen der Versöhnung“ auszusenden. Frieden sei nichts Selbstverständliches, der Friedensgedanke müsse täglich neu mit Leben gefüllt werden.

„Dialog darf nicht abreißen“

„Erneut stehen wir in Europa vor einem Konflikt, in dem die Verständigung schwierig und die Positionen unüberwindbar scheinen“ so Lewe. „Die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden rufen uns immer wieder die entscheidende Bedeutung der Diplomatie ins Gedächtnis und mahnen uns, dass der Dialog nicht abreißen darf.“

Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter betonte: „Als Träger des Europäischen Kulturerbe-Siegels fühlen sich Osnabrück und Münster Europa und dem Frieden auf unserem Kontinent in besonderer Weise verpflichtet. Als Stätten des Westfälischen Friedens möchten wir an die gemeinsame Geschichte und an die Werte Europas erinnern und ein Signal für den Frieden senden.“

Antrittsbesuch in Münster

Auf dem Friedenslicht stand der Leitspruch des Westfälischen Friedens: „Pax optima rerum – der Frieden ist das beste aller Dinge“.

Die Osnabrücker Oberbürgermeisterin Katharina Pötter, eine gebürtige Münsteranerin, kam am Mittwoch zu ihrem Antrittsbesuch nach Münster.

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