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Werkstattverfahren

Stadtquartiere am Kanal planen

Münster

Wenn neue Quartiere entstehen oder bestehende neu geplant werden, sollen Bürger ein Wörtchen mitreden. Die nächste Gelegenheit bietet sich dafür, wenn es um die Gebiete am Kanal geht.

Für die Stadtquartiere am Kanal setzt die Stadt auf ein kooperatives Verfahren. Foto: Stadt Münster

Theodor-Scheiwe-Straße, Nieberdingstraße und Am Hawerkamp – auch für diese drei künftigen Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal setzt die Stadt Münster laut eigener Darstellung auf ein kooperatives Verfahren zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Am 2. und 3. September (Freitag und Samstag) sollen in einem zweitägigen Dialogformat im Messe- und Congress-Centrum (MCC) Halle Münsterland – wie schon bei der Planung zweier Quartiere im Nordwesten der Stadt (Steinfurter Straße/Busso-Peus-Straße) – unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen, um für die geplanten Modell- Quartiere einen ersten Perspektivplan zu entwickeln.

Wie sieht ein vorbildliches Mobilitätskonzept aus?

Wie sieht ein vorbildliches Mobilitätskonzept aus? Welche neuen Wohnformen und Mischnutzungen mit Arbeit und urbaner Produktion sind denkbar? Was ist wichtig für ein gut funktionierendes Zusammenleben in den Quartieren? Und wie gelingen trotz Verdichtung Umwelt- und Klimaschutz? Diese und weitere Fragen werden diskutiert.

Für die drei Modell-Quartiere sind dabei laut städtischer Mitteilung ganz unterschiedliche Schwerpunktthemen gesetzt: Während auf dem etwa 20 Hektar großen Areal an der Theodor-Scheiwe-Straße dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden soll, liegt der Fokus in der Nieberdingstraße (rund elf Hektar) auch auf urbaner Produktion und Dienstleistungsgewerbe. Am Hawerkamp stehen dagegen Kunst, Kultur und Freizeit im Vordergrund (ca. 25 Hektar). Hohe Priorität für die städtischen Planungen habe es, bestehende (Wohn-)Strukturen zu schützen und Schritt für Schritt um neue Nutzungen zu ergänzen. Wie dieses Miteinander aus Alt und Neu aussehen kann, werde im Rahmen des Werkstattverfahrens erörtert.

Kanal als grüne Zone für Freizeit und Erholung

Über die Quartiere hinaus wird zudem der Landschaftsraum des Dortmund-Ems-Kanals in den Blick genommen – als grüne Zone für Freizeit und Erholung, die die Quartiere mit den umliegenden Stadtteilen vernetzt. Das Werkstattverfahren wird durch das Büro Faltin und Sattler (Düsseldorf) begleitet und koordiniert. Die Ergebnisse der Werkstattarbeit werden ausgewertet, aufbereitet und auf einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am 28. September präsentiert.

Die Anmeldung zum Werkstattverfahren ist ab sofort unter www.stadt-muenster.de/muenstermodellquartiere möglich. In dem eigens für die Modell-Quartiere eingerichteten Onlineportal können interessierte Münsteranerinnen und Münsteraner zudem bereits jetzt ihre Ideen und Vorstellungen zu den geplanten Quartieren einbringen.

Das Portal informiert darüber hinaus über den Planungsprozess und stellt alle beteiligten Akteurinnen und Akteure vor. Weitere Informationen finden sich auch unter www.stadt-muenster.de/stadtplanung/urbane-stadtquartiere.

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