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Pläne für Kasernen-Gelände

Stadtquartiere York und Oxford bekommen Kontur

Die Pläne für die beiden Quartiere York und Oxford kommen voran. Die städtische Entwicklungsgesellschaft Konvoy hat eine Genossenschaft und einen Investor ausgewählt, die die nächsten Areale erwerben dürfen. 

wn

So soll das York-Quartier vom Albersloher Weg aus aussehen (Blickrichtung Ost). Foto: ASTOC und Lorber Paul – KonvOY

Der Aufsichtsrat der städtischen Entwicklungsgesellschaft Konvoy hat Donnerstag wichtige Weichen für die neuen Stadtquartiere gestellt, die auf den ehemaligen Kasernenflächen York (Gremmendorf) und Oxford (Gievenbeck) entstehen sollen. Zu entscheiden war, welche Bewerber zwei Grundstücksflächen auf den beiden Arealen erwerben dürfen – den Ausschlag gaben die besten Konzepte für die angestrebte Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen.

Stadtbaurat Robin Denstorff ist laut einer städtischen Pressemitteilung überzeugt, dass die Zukunft der Quartiere mit diesen Planungen auf große Akzeptanz stoßen werden. Denstorff: "Die ausgewählten Konzepte werden unserem hohen Qualitätsanspruch an die neuen Quartiere absolut gerecht, insbesondere auch, weil mit diesen Planungen die Stadtteile insgesamt aufgewertet werden."

Wohnungen, Arztpraxen und Büros im York-Quartier

Den Zuschlag für ein knapp 10.000 Quadratmeter großes Baufeld im York-Quartier bekam die Saarbrücker RVI GmbH mit ihren Architekturbüros ASTOC und Lorber Paul aus Köln. Deren Konzept sieht auf der Fläche sechs größere Gebäude vor. Vom Albersloher Weg aus werden hiervon künftig zwei Gebäude mit Klinkerfassade zu sehen sein.

Foto: ASTOC und Lorber Paul – KonvOY

Die Erdgeschosse sind für medizinische Einrichtungen wie Arztpraxen und moderne Büros (Co-Working-Spaces) gedacht. Die Obergeschosse sollen Büroflächen anbieten. Die zum Gelände der Wohn- und Stadtbau zugewandten vier Gebäude sind ausschließlich für die insgesamt 98 Wohnungen vorgesehen. Der besondere Clou: die Baukörper stehen so zueinander, dass ein Durchgang zwischen dem Quartier und dem Stadtteilzentrum Gremmendorf entsteht.

Diese Pläne gibt es für das Oxford-Quartier

Im Gievenbecker Oxford-Quartier war das Baufeld "Wohnen in Gemeinschaft" ausgeschrieben, das auf die Vergabe an Baugruppen wie Wohnungsgenossenschaften abzielte. Ebenfalls einstimmig fiel die Wahl auf ein Konzept der Wohnungsgenossenschaft "Grünen Weiler eG". Das Baufeld liegt in direkter Nachbarschaft zum Grundstück der evangelischen Lukasgemeinde und wird künftig durch drei Baukörper geprägt: einen so genannten Punktbau am späteren Zentral-Boulevard mit öffentlichen und gemeinschaftlichen Einrichtungen (u.a. eine "Velo-Halle"), einen "Riegelbau" und einen "Winkelbau", die gemeinsam einen Wohnhof umfassen.

So soll die "Velo-Halle" aussehen. Foto: Brewe und Merz/nightnurse – KonvOY

Durch diesen Innenhof entsteht durch seine multifunktionale Bespielung eine besondere Qualität im Wohnumfeld. Neben vielen sozialen, gemeinschaftlichen und inklusiven Aspekten unterscheidet sich das Konzept von austauschbaren Standard-Lösungen mit einem besonders anspruchsvollen Nachhaltigkeitskonzept: Die Zahl der Pkw-Stellplätze wird bewusst zugunsten hervorragender Bedingungen für das Fahrrad reduziert.

104 Wohnungen für das Oxford-Quartier in Münster

Die Fassaden werden durch hochmoderne Photovoltaik-Elemente aufgelockert, und beim Bau der Gebäude in Massivholz- und Holzhybrid-Bauweise sollen vor allem nachhaltige Baustoffe eingesetzt werden. Denstorff: "Das Konzept von den Architekten Brewe und Merz ist maßgeschneidert. Die Architektur sieht 104 Wohnungen in sehr vielen Varianten vor, die der demographischen Entwicklung und auch den Mobilitätspräferenzen der Menschen in Münster in besonderer Weise entgegen kommt."

So soll der Innenhof aussehen. Foto: Brewe und Merz/nightnurse – KonvOY

Besichtigungen auf den Kasernen-Geländen

Die beiden Quartiere sollen nach großen Fortschritten auf der Baustelle auch wieder stärker für die Öffentlichkeit sichtbar werden. "Wir freuen uns, dass wir ab sofort und nun dauerhaft wieder Besichtigungstermine möglich machen können", kündigt Konvoy-Geschäftsführer Stephan Aumann an. Aufgrund der großen Anfrage bei den zurückliegenden Führungen werden die Rundgänge nun im wöchentlichen Turnus  immer samstags und kostenlos angeboten – unter Berücksichtigung der Hygiene-und Schutzmaßnahmen, aber nicht barrierefrei.

Ein Buchungssystem auf den neuen Internetseiten yorkquartier.de und oxfordquartier.de ermöglicht den Zugang zu Terminen in den nächsten Wochen. "Die Bewohnerinnen und Bewohner von Gievenbeck und Gremmendorf erhalten einen zeitlichen Vorzug bei der Anmeldung", verspricht Stephan Aumann. Durch eine Briefwurfsendung bekommen sie einen persönlichen Link zur Buchungsseite.

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