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Stadtteilauto

Seit 30 Jahren Car-Sharing in Münster

Münster

Seit 30 Jahren gibt es das Car-Sharing in Münster. Aus einem Auto und sieben Nutzern sind inzwischen 270 Autos und rund 6500 Nutzer geworden.

Von Jonas Wiening

Oberbürgermeister Markus Lewe (l.) gratulierte den Stadtteilauto-Geschäftsführern Foto: Jonas Wiening

Till Ammann war elf Jahre alt, als er im April 1992 mit seinem Vater zur St. Antonius-Kirche fuhr, um das erste Car-Sharing-Angebot der Stadt einzuweihen. Das ist jetzt genau 30 Jahre her und Till Ammann ist kein kleiner Junge mehr, sondern Geschäftsführer.

Geschäftsführer der Stadtteilauto GmbH, der Gesellschaft, die heute das Car-Sharing in Münster anbietet. „Schon verrückt. Und in den vergangenen 30 Jahren hat sich so viel getan. Das Angebot ist enorm gewachsen und wir planen einen weiteren Ausbau“, sagt Ammann, der am Mittwoch mit Kollegen und Partnern das Jubiläum an der St. Antonius-Kirche feierte.

Car-Sharing in Münster: Über 80 Haltepunkte

Aus einem Auto mit anfangs sieben Nutzern sind über die Jahrzehnte 270 Autos und 6500 Kunden und Kundinnen geworden. Das Modell des Car-Sharings in Münster boomt. „Inzwischen gibt es auch über 80 Haltestellen im Stadtgebiet“, sagt Rebecca Bracht, zuständig für Marketing und Kommunikation bei der Stadtteilauto GmbH, die sich 1998 gegründet hat, nachdem der Verein „Verkehrswende e.V.“ die Idee 1992 umgesetzt hatte. Damals wurde mit einem weißen VW Polo gestartet. Heute gibt es vier verschiedene Fahrzeugklassen. „Vom Kleinwagen bis zum Transporter für den Umzug oder Gruppenfahrten bieten wir die komplette Bandbreite. Man kann die Autos für eine Stunde zum Einkaufen buchen oder für einen dreiwöchigen Urlaub nutzen und damit bis ins Ausland fahren“, sagt Rebecca Bracht.

Immer mehr Elektro-Mobilität

Zudem würde immer mehr auf Elektro-Mobilität umgestellt. „Inzwischen sind es 20 E-Autos in unserem Fuhrpark. Bis 2030 sollen alle unsere Auto elektrisch fahren. Wir wollen komplett klimaneutral werden“, so Geschäftsführer Till Ammann. Der nachhaltige Ursprungsgedanke des Unternehmen soll weiter gedacht werden. Das sei auch ein Grund für den Erfolg des Car-Sharings. Und auch die Corona-Pandemie habe das Geschäft weiter angekurbelt. 2020 habe es einen Nutzerwachstum von fünf Prozent gegeben, 2021 seien es sogar zehn Prozent gewesen.

„Aufgrund der aktuellen Preisentwicklungen mussten aber natürlich auch wir unsere Kilometerpauschalen anpassen“, sagt Rebecca Bracht. Die genauen Preise variieren nach Fahrzeugklasse. Alle Infos zu Standorten und zu den Preisen gibt es auf www.stadtteilauto.com.

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