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Gigabit-Koordinator informiert SPD-Ortsverein

Albachten soll ab 2023 ans Glasfasernetz

Münster-Albachten

Wann kommt Albachten ans Glasfasernetz? Und warum gibt es an der Ludgerusschule immer noch kein schnelles Internet? Fragen dieser Art beantwortete Christian Tebel von der Citeq beim Info- und Diskussionsabend des SPD-Ortsvereins.

Münsters Breitbandkoordinator Christian Tebel (4.v.l.) unterrichtete die Albachtener Sozialdemokraten über den Ausbau des Glasfasernetzes in der Stadt und in den Außenstadtteilen. Foto: SPD

Der Ausbau des Glasfasernetzes in Münster und natürlich im Heimatstadtteil Albachten war Schwerpunktthema des jüngsten Informations- und Diskussionsabends des SPD-Ortsvereins. Eigens dazu hatte die Vorsitzende, Ulrike Czerny-Domnick, den Gigabit-Koordinator der Stadt Münster, Christian Tebel von der Citeq, eingeladen.

Nach Angaben der Sozialdemokraten wurden von Tebel drei Bereiche vorgestellt und diskutiert: das Förderprogramm „Ausbau weißer Flecken“ in der Stadt Münster, das Sonderprogramm „Gewerbegebiete“ und das Sonderprogramm des Landes für Schulen. „Als weiße Flecken werden diejenigen Gebiete bezeichnet, die keine Breitbandversorgung von mindestens 30 Mbit/s im Download aufweisen, und in denen kein Anbieter einen eigenwirtschaftlichen Ausbau in den nächsten drei Jahren angekündigt hat“, erläuterte Christian Tebel.

Rund 2000 Adressen im Förderprogramm

Besagte Bereiche gelten nach den allgemeinen Bestimmungen der EU als unterversorgt. Die rund 2000 existierenden Adressen in diesem Förderprogramm seien in zehn Ausbaugebiete, sogenannte Cluster, eingeteilt. In der Grobplanung sind laut Christian Tebel folgende Zeitverläufe vorgesehen: In diesem Jahr soll der Glasfasernetzausbau in Hiltrup/Amelsbüren (Cluster 6) und Wolbeck (Cluster 10), im Jahr 2023 in Roxel (Cluster 1), Albachten (Cluster 7) und Handorf/Coerde (Cluster 8) sowie in 2024 dann in Sprakel/Gimbte (Cluster 9), Kinderhaus/Zentrum Nord (Cluster 2) und Nienberge (Cluster 3) vorgenommen werden. Albachtens SPD-Ratsfrau Ute Hagemann zeigte sich hocherfreut, dass der Ausbau in ihrem Heimatstadtteil bis zum Jahr 2023 erfolgen soll.

Nutzungsvereinbarung mit den Stadtwerken notwendig

Auf die Frage, was dies denn für die Verbraucher bedeute, führte der Fachmann aus, dass im Falle einer Adressen-Berücksichtigung eine Nutzungsvereinbarung mit den Stadtwerken abgeschlossen werden müsse, damit die Stadtwerke die notwendigen Kabel auf dem jeweiligen Grundstück verlegen dürften. Im Falle eines Mietverhältnisses bedürfe es der Genehmigung des Hauseigentümers.

Gleiches gelte auch für das geförderte Sonderprogramm „Gewerbegebiete“. Dort solle der Ausbau des Glasfasernetzes mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 1 ­Gbit/s im Up- und Download bis Ende 2023 fertiggestellt sein. Die Gewerbegebiete in Albachten würden im Förderprogramm berücksichtigt.

Innerstädtische Schulen werden zuerst angeschlossen

Nicht so positiv sieht es laut Mitteilung der Albachtener Sozialdemokraten bei der Glasfaseranbindung der Schulen in den Außenbezirken der Stadt aus: Gemäß Ratsbeschluss sollen die innerstädtischen Schulen zuerst ans Glasfasernetz angeschlossen werden. In einem zweiten Schritt sollen dann die Schulstandorte in den Außenbezirken in den Blick genommen werden – unter der Voraussetzung, dass entsprechende Landesfördermittel kommen. Ein alleiniger Ausbau seitens der Stadt sei ansonsten zu teuer. Dass die Albachtener Ludgerus-Grundschule immer noch keinen Glasfaseranschluss nutzen könne, bemängelte Ulrike Czerny-Domnick. Sie bat Christian Tebel, sich für eine Beschleunigung einzusetzen.

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