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Zwei Aufzüge und höhere Bahnsteige

Albachtener Bahnhof soll 2023 barrierefrei werden

Münster-Albachten

Die Planungen für den barrierefreien Ausbau des Schienenhaltepunkts in Albachten solle im Jahr 2023 vorliegen. Auf der Prioritätenliste des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) steht der Haltepunkt auf dem zweiten Rang.

Wer am Albachtener Schienenhaltepunkt die Gleise wechseln will, der muss die alles andere als barrierefreie Personenunterführung nutzen. Zwei geplante Aufzüge sollen demnächst für Barrierefreiheit sorgen. Foto: sch

Läuft alles so, wie es der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) der Stadt Münster mitgeteilt hat, dann sollen die kompletten Planungen für den barrierefreien Ausbau des Albachtener Bahnhofs im kommenden Jahr nun endlich vorliegen.

Nach Informationen des CDU-Ratsherrn Peter Wolfgarten steht die Mobilstation Münster-Albachten auf der NWL-Prioritätenliste für den barrierefreien Umbau von Stationen auf dem zweiten Rang. Sie werde „aktuell im Rahmen der NWL-Vorrats­planung von DB Station & Service in den Leistungsphasen HOAI 1 und 2 geplant“. Zwei Aufzüge und die Anhebung der Bahnsteige seien vorgesehen.

„Fehlende Barrierefreiheit an Bahnhaltepunkten ist ein wesentlicher Mangel. Barrierefreiheit nutzt nicht nur mobilitätseingeschränkten Personen, Eltern mit Kinderwagen oder bei der Fahrradmitnahme, sondern sie ermöglicht auch einen schnellen und sicheren Fahrgastwechsel beim Zughalt“, hebt Wolfgarten hervor. Die CDU habe deshalb nun um Auskunft gebeten, wann mit einer Umsetzung des geplanten Umbaus des Albachtener Schienenhaltepunkts gerechnet werden könne.

Stufenloser Ein- und Ausstieg in Züge nicht möglich

Nach Angaben des Ratsherrn sieht es vor Ort derzeit folgendermaßen aus: Der Schienenhaltepunkt der Verkehrsstation Münster-Albachten befinde sich an der zweigleisigen Bahnstrecke 2200 (Wanne-Eickel – Hamburg) und verfüge über zwei Außenbahnsteige. Die Bahnsteige lägen in einem geraden Bereich der Strecke und seien jeweils zirka 190 Meter lang sowie zwischen zwei Meter und 2,50 Meter breit. Bei einer Bahnsteighöhe von etwa 30 Zentimetern über der Schienenoberkante sei ein stufenloser Ein- und Ausstieg in die Züge leider nicht möglich, bemängelt Wolfgarten. Dem soll mit der nun in Aussicht gestellten Anhebung der Bahnsteige Rechnung getragen werden.

Kein Blindenleitsystem vorhanden

„Die Bahnsteige sind mit grauen Betonpflastersteinen unterschiedlicher Formate gepflastert. Der Gefahrenbereich ist durch einen weißen Strich abgetrennt und mit einer Schraffur als freizuhaltende Fläche gekennzeichnet“, erläutert der CDU-Politiker in einer Pressemitteilung. Allerdings gebe es kein Blindenleitsystem. Die beiden Bahnsteige seien ohne Barrieren über das umliegende Straßen- und Wegenetz erreichbar. Zudem seien an beiden Bahnsteigen Abstellmöglichkeiten für den Radverkehr vorhanden.

Personenunterführung nur über Treppen zu begehen

Auf der Nordseite der Mobilstation liege die Bushaltestelle „Albachten Bahnhof“. Im Westen der Bahnstation befinde sich eine Personenunterführung. Diese sei nur über Treppen zu begehen und somit nicht barrierefrei. Eine barrierefreie Querung der Bahnanlage sei bislang nur mit einem großen Umweg von etwa einem Kilometer über die Osthofstraße möglich. Die Personenunterführung habe gemäß der Bauwerkspläne eine Breite von 3,05 Metern, eine Länge von 12,90 Meter und eine lichte Höhe von 2,40 Meter.

Beim derzeitigen Ausbauzustand der Verkehrsstation sei der barrierefreie Zugang zu den Bahnsteigen zwar gegeben. Allerdings sei die barrierefreie Querung der Gleise auf Höhe der Bahnsteige nicht möglich: Wer von einem Gleis aufs andere gelangen will, der muss die vorhandene Personenunterführung nutzen, wobei Treppen sowie eine Schieberinne für Fahrräder zu bewältigen sind. Für Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen oder Rollatoren sei die Nutzung der Unterführung praktisch unmöglich, stellt Peter Wolfgarten klar.

Abhilfe schaffen und für Barrierefreiheit sorgen sollen somit die geplanten Aufzüge.

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