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SV Concordia Albachten

Das Ende der Knieschmerzen

Münster-Albachten

Beim SV Concordia gibt es allen Grund zur Freude: Der neue Kunstrasenplatz ist fertig und wird von den Kickern des Vereins bereits in Beschlag genommen.

Siegmund Natschke

Freuen sich über den neuen Kunstrasenplatz (v.l.): Heinrich Schulze Blasum (zweiter Vorsitzender), Jürgen Bergs (Vorsitzender), Walter Schulze Blasum (Fußballobmann und Kassierer) sowie Platzwart Rainer Feldmann (kniend). Foto: sn

„Es ist ein Traum, darauf zu spielen“, sagt Jürgen Bergs, der Vorsitzende von Concordia Albachten: Der Spielbetrieb läuft bereits auf dem neuen Kunstrasenplatz, für den der Verein so lange gekämpft hat. Den ersten Antrag auf solch eine Spielfläche hat Fußballobmann Walter Schulze Blasum bereits vor 15 Jahren geschrieben. „Seitdem alle zwei Jahre“, sagt er. Nichts tat sich, richtig Bewegung kam erst mit den Planungen für das Neubaugebiet Albachten-Ost.

„Da wurde uns eröffnet, dass wir einen Teil unserer Fläche verlieren“, sagt Jürgen Bergs. Die vorgesehene Zufahrt von der Weseler Straße direkt ins Neubaugebiet wird über den jetzigen Basketballplatz und eine Rasenfläche des Vereins führen, die dann wegfallen. Nach dieser Nachricht wurden die Verantwortlichen von Concordia deutlich. „Bis 2025 soll Albachten 9500 Einwohner haben“, so Bergs klar und bestimmt. „Viele Jugendliche kommen dann zu uns. Wir stoßen an unsere Kapazitätsgrenzen.“ Echte Stilblüten gab es im Tauziehen mit der Stadt. So war zeitweise sogar im Gespräch, dass Concordia umziehen wolle, an den Vogelsang – als direkter Nachbar der münsterischen Preußen, die hofften, am Niederort ein neues Stadion bauen zu können. Daraus wurde bekanntlich nichts. Dennoch, für Concordia tat sich etwas. Der neuerliche Antrag auf einen Kunstrasenplatz von 2017 wurde genehmigt. Ein Grund zum Aufatmen.

Der Handlungsbedarf war da. „Wenn Studenten zu uns kamen, die Fußball spielen wollten und hörten, dass wir einen Ascheplatz haben, machten sie sofort kehrt.“ Auch die vielen Jugendmannschaften des Vereins brauchten einen Platz zum Trainieren. „Nur mit den unter Neunjährigen konnten wir in die Halle ausweichen“, so Bergs. Bei allen anderen sei es eng geworden: „Wir sind bei der C- und D-Jugend dreizügig, und auch Mädchenfußball gibt es bei uns.“ In allen Stadtteilen rund um Albachten gibt es bereits Kunstrasenplätze, nur in Albachten selbst bis dato nicht: „Wir waren richtig abgehängt“, meint Bergs.

Und: Bei Regenwetter im Winter, insbesondere wenn es zu frieren drohe, könne man eigentlich nur auf dem Kunstrasenplatz spielen. „Asche wird glatt und schmierig“, sagt Platzwart Rainer Feldmann. Der zweite Vorsitzende Heinrich Schulze Blasum erinnert sich an ein Pokalspiel, bei dem die Zuschauer rote Beine gekriegt hätten: „Es hat noch während des Spiels geregnet“. Die rote, verflüssigte Asche färbte auf die Zuschauer ab.

Diese Zeiten sind nun vorbei. Der Ascheplatz ist zum Kunstrasenplatz geworden. „Wir freuen uns, wir freuen uns wirklich“, sagt Bergs. Für die Jugend, aber auch für die Altherren: „Die hatten früher nach einem Spiel fünf Tage lang Knieschmerzen.“ Der Kunstrasenplatz hat dagegen eine Trageschicht mit Dämpfung, und die ist gelenkschonend. Und vor allem: Es kann bei Wind und Wetter gespielt werden. „Praktisch immer, wenn nicht meterhoch Schnee liegt“, sagt der Vorsitzende. Die gesamten Bedingungen haben sich gebessert. Das sei besonders für „Techniker“ unter den Spielern günstig. Es gebe keine Huckel mehr: „Da verspringt kein Ball.“ Die Atmosphäre sei besonders unter Flutlicht besonders: „Die Asche hat früher das ganze Licht geschluckt.“

Für Ersatzspieler, Betreuer und Trainer wird es zudem gemütlich: Der Verein hat für sie eigene Kabinen am Spielfeldrand aufgestellt. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es für die Zuschauer ebenso eine Überdachung. Sogar die Papierkörbe tragen jetzt das Concordia-Wappen. Dafür sorgte Markus Saettler aus dem Vorstand.

Der neue Kunstrasenplatz hat beim SV Concordia zu einer Aufbruchstimmung geführt. Nun soll es auch eine Eröffnungsfeier geben, die organisiert das städtische Sportamt. Ein Termin steht noch nicht fest, wahrscheinlich, so vermuten die Concordia-Verantwortlichen, ist es im Frühjahr soweit. Alle sind dann eingeladen, Mitglieder, Verwaltungsleute, Politiker. „Und natürlich ganz Albachten“, sagt Jürgen Bergs.

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