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Getreideernte für den Mühlenhof bei Landwirt Schulze Hillert

Die Sensen kreisen wie zu Urgroßvaters Zeiten

Münster-Albachten

Maschinelle Hilfe gab es nicht: Reine Handarbeit war angesagt beim traditionellen Weizenschnitt für den Mühlenhof. Auch die Landjugend mischte mit.

Wie zu Urgroßvaters Zeiten wurde das Getreide auf dem Hof Schulze Hillert mit der Sense geschnitten und anschließend zu Garben auf dem Feld zusammengestellt. Foto: cro

Die Klingen sind geschärft und gedengelt, so manche Harke hat die vergangene Nacht noch in einem Wassereimer verbracht. „Dann zieht sich das Holz der Stiele mit Wasser voll und die Spitzen sitzen besser“, hieß es beim traditionellen Getreideschneiden des Mühlenhofs auf dem Hof Schulze Hillert.

Nach schwerem Erntegerät suchte man vergebens. „Reine Handarbeit“, lachte Landwirt Josef Venschott, der kräftig mit anpackte. Früher habe der Plattdeutsche Krink das mit dem Mühlenhof organisiert, das habe bereits unter Theo Breider begonnen. „Wir wollen es wirklich so machen, wie es noch zu Urgroßvaters Zeiten ging.“

Dieses Mal hatten die Ehrenamtlichen des Mühlenhofs auch die Landjugend aktiviert. „Denen wollen wir zeigen, wie es früher funktioniert hat“, so Venschott. Das fing schon mit der richtigen Haltung der Sense an. „Man darf die Spitze nicht in den Boden hauen, sonst ist die Sense ganz schnell stumpf“, so eines der Geheimnisse. Doch das war gar nicht so einfach, und so hörte man so manches Mal deftige westfälische Flüche.

Nachwuchs musste erst Knoten lernen

Danach kam die Auswellersharke an die Reihe. Damit werden die geschnittenen Ähren zusammengekehrt, damit der nächste Arbeitsschritt folgen kann: das „Klanken“, das Zusammenbinden der Garben. Auch das ist nicht einfach, und gerade der Nachwuchs musste erst einmal die nötigen Knoten lernen.

„Jetzt bleibt das Getreide erst einmal noch auf dem Feld stehen, damit es trocknen kann“, verriet Venschott. Es dürfe nur nicht regnen. „Wind und Sonne muss nun sein, dann können die Garben bald eingeholt werden.“

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