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Plattdeutsche Spielgemeinschaft „Lach män lück!“ probt für neues Stück

Diesmal geht es um Erbschleicher

Münster-Albachten

Läuft alles nach Plan, dann bringt die Plattdeutsche Spielgemeinschaft „Lach män lück!“ im Januar ihr neues Stück „De Iärwslikers“ auf die Bühne. Die Proben dafür fangen bereits an.

Von Thomas Schubert

Trafen sich auf Hof Venschott, um die anstehende Probenphase einzuläuten: die Albachtener Laienschauspieler. Foto: sch

Coronabedingt konnte die Plattdeutsche Spielgemeinschaft „Lach män lück!“ erst vor wenigen Tagen die letzten beiden Aufführungen ihres diesjährigen Stücks auf die Bühne bringen. Und jetzt geht es für die Albachtener Laienschauspieler quasi lückenlos weiter: Die Proben fürs neue Stück stehen an. Es soll Anfang Januar im Haus der Begegnung Premiere feiern.

Am Donnerstagabend kamen die Ensemblemitglieder auf Hof Venschott zusammen, um sich in geselliger Runde auf die anstehende Probenphase vorzubereiten. In der kommenden Woche geht‘s los: „Bis Anfang November wird ein Mal pro Woche geprobt. Im Anschluss dann zwei bis drei Mal“, verrät Dietmar Rölver, Vorsitzender der Albachtener Mundart-Theaterspieler.

Komödie aus der Feder von Elke Rahm

Für die neue Aufführungsreihe hat das Ensemble eine Komödie aus der Feder der in der Nähe von Kaiserslautern beheimateten Autorin Elke Rahm ausgesucht. Der Dreiakter mit dem Titel „Die Erbschleicher“ wurde von Maria Wienecke, seit neun Jahren Spielleiterin und Regisseurin der Spielgemeinschaft, in bewährter Manier ins kernige münsterländische Platt übertragen.

Es steht nun unter der Überschrift „De Iärwslikers“ und spielt sich in einem Wohnzimmer ab. Zehn Akteure mischen auf der Bühne mit, um dem Publikum rund anderthalb Stunden jede Menge Spaß, Spannung und erheiternde Aufregung zu bieten. Mit dabei ist als jüngste Mitspielerin die 17-jährige Wiebke Tebbe, die in diesem Jahr ihr Debüt gab. Und Martina Döbbelt, bislang als Souffleuse im Einsatz, wird auf die Bühne wechseln.

Geldgierige Sippe hofft auf Erbschaft

Allzu viel verraten wollen die Theaterspieler natürlich noch nicht, nur so viel: Im Mittelpunkt der turbulenten Geschichte steht der wohlhabende Senior Johann Motzelmann, der im Kreis seiner Familie seinen 80. Geburtstag feiert. Grund genug für die geldgierige Sippe, sich hinter den Kulissen Gedanken um Motzelmanns Vermögen, das Testament und die heiß ersehnte Erbschaft zu machen.

Doch statt möglichst bald zum Erblasser zu werden, schlägt der muntere Senior der Verwandtschaft ein Schnippchen. Er stellt eine Haushälterin ein, hat vermutlich sogar eine hübsche, junge Geliebte und obendrein auch noch ein Geheimnis . . .

Sechs Aufführungen geplant

Beim Aussuchen des Stückes, das spielscharintern auf freudige Zustimmung stieß, konnte Maria Wienecke ganz unkompliziert Internet-Recherche betreiben, was es ihr ermöglichte, aus einer Vielzahl von Bühnenwerken das vermutlich am besten ins Haus der Begegnung passende zu finden. Beim Anlesen müsse es „irgendwie klick machen“ sagt sie. Und das tat es offenbar bei „De Iärwslikers“.

Aufgeführt werden soll die neue Produktion – wie gewohnt – sechs Mal. Auch an dem Spielterminen unmittelbar nach der Jahreswende soll – so Corona dem Ensemble keinen Strich durch die Rechnung macht – festgehalten werden.

Der Premiere am 7. Januar (Samstag) um 19.30 Uhr im Haus der Begegnung sollen bis zum 21. Januar fünf weitere Aufführungen folgen. „Dass wir im Januar spielen, hat sich in Albachten fest eingebürgert. Das passt super“, unterstreicht Spielschar-Chef Dietmar Rölver.

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