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Verleihung der Münster-Nadel

„Ein überwältigendes Ereignis“

Münster-Albachten

Ein Albachtener wurde mit der Münster-Nadel für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet: Theo Weber.

Thomas Schubert

Wurde am Dienstagabend im Rathaus von Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) mit der Münster-Nadel ausgezeichnet: der Albachtener Theo Weber. Foto: Matthias Ahlke

„Es war ein wunderschöner Abend!“ Auch am Tag nach der feierlichen Verleihung der Münster-Nadel war Marlene Weber von der Veranstaltung im Rathausfestsaal noch völlig begeistert: Ehemann Theo Weber (70) zählte zu den neun Preisträgern, denen Oberbürgermeister Markus Lewe die Auszeichnung für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement überreichte. Und er freut sich darüber. „Für mich war das ein überwältigendes Ereignis“, gesteht der Albachtener.

Obwohl Theo Weber, ehemaliger Hauptschullehrer, seit 2013 Pensionär ist, ist er tagaus, tagein ehrenamtlich aktiv: „Ich kenne keine Langeweile“, sagt er. Das liegt unter anderem daran, dass er schon seit etlichen Jahren in vielen Vereinen mitmischt und sich auf vielfältige Weise im Heimatort Albachten sowie in Münster engagiert.

Bereits seit 1976 wohnt der in Allagen (Kreis Arnsberg) geborene frischgebackene Münster-Nadel-Träger in Albachten. Dort trat er drei Jahre später in den örtlichen Männergesangverein 1968 ein, in dem er sich etliche Jahre als Schriftführer und Vorsitzender hervortat. Nach wie vor gehört Weber zu dessen aktiver Sängerschar. Da ihm das Singen am Herzen liegt, ist er bereits seit 1997 ununterbrochen als Geschäftsführer des Chorverbands (früher: Sängerkreis) Münster Stadt und Land tätig.

In Albachten zählt Weber seit 1990 zum Vorstand des Trägervereins „Haus der Begegnung“. Zudem ist er Vorstands- und Gründungsmitglied des Vereins „Musik-Kultur Albachten“. Und es gibt noch so manches andere Ehrenamt, dass der 70-Jährige in den vergangenen Jahrzehnten ausgeübt hat. So war er unter anderem in der örtlichen Jugendarbeit und in der Kirchengemeinde aktiv. Als Bass-Sänger gehört Weber nach wie vor dem Ludgerus-Chor der Gemeinde an.

Bei der Feierstunde im Rathausfestsaal waren etliche Albachtener mit von der Partie, die Theo Weber zu seiner Auszeichnung gratulierten. Darunter auch Gisela Wedig und Dr. Gerhard Bonn, beide seit einigen Jahren Träger der Münster-Nadel, sowie Holger Wigger. Der ehemalige münsterische Bürgermeister hatte Weber für die begehrte Auszeichnung vorgeschlagen: Er habe sich seit vielen Jahren vorbildlich für die und in der Stadtgesellschaft engagiert.

„Ich war peinlich berührt, so im Mittelpunkt zu stehen“, verrät der Preisträger. Der Verleihung der Nadel und dem damit verbundenen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Münster komme in seinem Leben ein „Riesenstellenwert“ zu. Ganz besonders gefreut habe er sich auch über die positive Resonanz, die er von den Vereinen erfahren habe, denen er sich verbunden fühle.

Ehrenamtlich aktiv sein wird Theo Weber auch weiterhin: Am Tag nach der Preisverleihung nahm er vormittags schon wieder an einer Arbeitssitzung des Vereins Musik-Kultur teil. Er archiviert, was in den Medien über Albachten veröffentlicht wird, und arbeitet mit anderen bereits daran, eines Tages ein Albachten-Archiv ins Leben zu rufen. Im „Haus der Begegnung“ wiederum ist er nach eigenem Bekunden „Mädchen für alles“, scheut dabei auch nicht davor zurück, zusammen mit seiner Frau bei Bedarf mal eine Zwischenreinigung in Eigenregie vorzunehmen.

Albachten werde in den kommenden Jahren weiter wachsen, nicht zuletzt deshalb gebe es auch in Zukunft viele Aufgaben, die neu oder weiterhin gemeistert werden müssten, ist sich Theo Weber sicher. Dazu will er tatkräftig beitragen.

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