1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Albachten
  6. >
  7. Einsamkeit ist auch in Münsters Westen ein Thema

  8. >

Bezirksbürgermeister besucht Beratungsstelle

Einsamkeit ist auch in Münsters Westen ein Thema

Münster-West

„Dafür werde ich mich einsetzen“, verspricht Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus: Das niedrigschwellige Beratungsangebot der Caritas für unter Einsamkeit leidende Menschen müsse verstetigt und fester Bestandteil im Präventionskonzept der Stadt Münster werden.

Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus ließ sich von Gerlind Lefert-Eck über das Caritas-Beratungsangebot informieren. Foto: Nathaus

Einsamkeit ist aus der Sicht von Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus etwas, „das durch die Pandemie deutlicher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten ist, aber immer schon viele Menschen belastet hat“. Das sei auch in Münster der Fall. Betroffenen biete die hiesige Caritas ein niedrigschwelliges psychosoziales Beratungsangebot. Da rund zwölf Prozent der Hilfesuchenden aus dem Stadtbezirk West stammen sollen, ließ Nathaus sich von Projektleiterin Gerlind Lefert-Eck eingehend darüber informieren.

„Ich finde dieses Angebot für Münster sehr, sehr wichtig“, unterstreicht der Bezirksbürgermeister. Denn auch hier gebe es etliche Tausend Menschen, die unter Einsamkeit litten. Und das nicht erst seit Corona. Allerdings habe sich durch die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen die Situation für viele Betroffene verschärft. In Deutschland seien nach wissenschaftlichen Erkenntnissen viele Millionen Menschen von Einsamkeit betroffen. Die Caritas Münster habe im Jahr 2019 ein Konzept für ein Beratungsangebot entwickelt, das seit dem Jahr 2020 mit städtischer Förderung umgesetzt werde, so Nathaus in einer Pressemitteilung.

Angebot für alle, die sich einsam fühlen

„Das Angebot richtet sich an jede erwachsene Person, die sich aufgrund von belastenden Lebenslagen einsam fühlt und eine zeitlich begrenzte psychosoziale Beratung benötigt. In Gesprächen mit den Betroffenen versuchen wir, gemeinsam Perspektiven zu entwickeln und bei Bedarf an andere Fachstellen zu vermitteln“, erklärt Gerlind Lefert-Eck, die als Beraterin in der Caritas-Beratungsstelle in der Timmerscheidtstraße diese Aufgabe wahrnimmt. Im Gespräch mit Nathaus gab sie Einblick in die Arbeit und die Perspektiven der Beratungsstelle.

„Das Empfinden von Einsamkeit ist unabhängig vom Alter und häufig auch ein Tabuthema. Nicht immer stoßen die Betroffenen auf Verständnis ihres Umfeldes. Das kann in der Folge zu Selbstisolation führen. Dieses Beratungsangebot kann den Betroffenen helfen, einen Weg aus ihren belastenden Lebenssituationen zu finden“, ist Nathaus überzeugt. Die Vernetzung mit anderen Akteuren aus dem sozialen, medizinischen und generell gesellschaftlichen Bereich sei ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Präventionsarbeit. Das Angebot müsse weiter bekannt gemacht werden, damit frühzeitig Beratung erfolgen könne.

Niedrigschwelliges Angebot schließt eine Lücke

Das niedrigschwellige Angebot der Caritas schließe eine Lücke, die in der Vergangenheit bestanden habe. Einsamkeit werde auch nach Corona bleiben, meint Nathaus. Deshalb sei es für ihn wichtig, dass das Projekt verstetigt und fester Bestandteil im Präventionskonzept der Stadt Münster werde. „Dafür werde ich mich einsetzen“, verspricht der Bezirksbürgermeister.

Kontakt zur Beratungsstelle kann unter  0171/3101575 aufgenommen werden.

Startseite
ANZEIGE