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SV Concordia übernimmt Trägerschaft

Erdarbeiten für den Bike Park sollen bald beginnen

Münster-Albachten

Zusammen mit dem Kinder- und Jugendzentrum will der SV Concordia dafür sorgen, dass es in Albachten bald einen Pumptrack für den Nachwuchs gibt. Und der Verein hat noch vieles andere vor.

Von Annegret Lingemann

Zukunftsvisionen diskutierten im Concordia Sportlerheim (v.l.) der Ex-Skateboardprofi Jan Naschold, Marita Badde (Albatros) Jürgen Bergs (Vorsitzender), Ex-Radsportprofi Fabian Wegmann und Ex-BMX-Weltchampion Alex Reinke Foto: ann

„Sport in Albachten heißt Concordia“ – so das klare Bekenntnis von Jürgen Bergs. Der Vorsitzende des Albachtener Sportvereins hatte zu einer Infoveranstaltung ins Clubheim geladen, bei der in der Rückschau aufs Vorjahr über das berichtet wurde, was sich trotz Corona in Sachen Sport, Sportanlagen und Jugendarbeit im münsterischen Stadtteil getan hat.

„Wir haben als Verein in dieser Zeit keine großen Verluste erlitten. Bei uns geht es jetzt mit Volldampf wieder los“, resümierte der Vorsitzende. „Die relativ gute Zoom-Anbindung unserer aktiven Mitglieder zeigte aber auch, wie wichtig vielen der Sport ist.“ Eine Speckbrettabteilung wurde gegründet, als Beitrag zu den in dieser Zeit wichtigen Einzelsportarten. Und endlich kann nun auch der Kunstrasenplatz richtig in Besitz genommen werden.

Baugebiet verhindert Erweiterung der Sportanlage

Die Veranstaltung sollte auch ein Blick in die Zukunft sein. Ein wenig Sorge bereitet dem Vorstand das geplante Neubaugebiet Albachten-Ost: Wenn der Verein wächst, wird es eine weitere Ausbreitung der Sportanlage verhindern. Wie könnte es nach 2025 weitergehen? Sollte dann das Clubhaus überbaut werden, um die Fläche der Umkleiden und Schulungsräume zu gewinnen? Ungelöste Fragen.

„Keine vergleichbare Anlage in der Umgebung“

Andererseits hat die Zukunft bei Concordia sozusagen schon angefangen. Die Erdarbeiten für das Projekt „Pumptrack / Bike Park Albachten“ werden in Kürze beginnen mit Concordia als Träger und dem Jugendzentrum Albatros als Schirmherr. „Es gibt keine vergleichbare Anlage in der Umgebung“, schwärmt Experte Alex Reinke. Als ehemaliger Weltmeister im BMX weiß er, wovon er spricht. Er lobte die „tollen Partner“ des Projekts, das ein Teil einer mobilen bewegungs- und sportbezogenen Sozialarbeit darstelle.

Informeller Sport sei eben nicht an bestimmte Zeiten gebunden und biete immer die Möglichkeit, mit vielen zusammen zu sein, ergänzten Jan Naschold, Fachmann für Rollsportgeräte und Marita Badde, Leiterin des Kinder- und Jugendzentrums Albatros. Jugendliche des Zentrums wollen im Team und in Eigenverantwortung die Anlage und den dazugehörigen Bauwagen pflegen.

Bewegungspark in Albachten-Ost

Das dritte Thema der Versammlung bestand aus einer Zukunftsvision. Das Baugebiet Albachten-Ost sei eine Chance, erklärte Jürgen Bergs: Dortseien – der Höhendifferenz des Areals geschuldet – „multifunktionale urbane Retentionsräume zur Überflutungsvorsorge“ vorgesehen. Diese Räume, es sind Versicker- und Verdunstungsflächen mit Gefälle, sportlich zu nutzen und daraus möglicherweise sogar einen Bewegungspark zu machen, heizt nun die Fantasie der Sportsleute an. Beispiele für die gelungene Doppelnutzung eines Starkregenablaufbeckens gebe es in Roskilde in Dänemark, aber auch schon seit 20 Jahren in Billerbeck.

Der ehemalige Radprofi Fabian Wegmann ergänzte als Gastreferent die Ideenbörse.

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