1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Albachten
  6. >
  7. Gemeinsam Zeichen für den Frieden setzen

  8. >

Ukraine-Krieg: Solidaritätsaktionen und Gebete in den Stadtteilen

Gemeinsam Zeichen für den Frieden setzen

Münster-West

Der Krieg in der Ukraine macht auch in den münsterischen Stadtteilen die Menschen betroffen. Das wird mit Aktionen und Gebeten deutlich zum Ausdruck gebracht.

Von Thomas Schubert

In den Farben der ukrainischen Nationalflagge, Blau und Gelb, soll die Martin-Luther-Kirche beim Friedensgebet angestrahlt werden. Foto: Thomas Schubert

Die Sorgen sind groß: Das Kriegsgeschehen in der Ukraine sorgt auch in Münsters Westen für Fassungslosigkeit, Wut, Ängste, Solidarität, Betroffenheit und den lauten Ruf nach Frieden. Da verwundert es wohl kaum, dass in diesen Tagen in den Stadtteilen zu Aktionen und Gebeten eingeladen wird, die den dringenden Wunsch widerspiegeln, den russischen Angriffskrieg umgehend zu beenden.

Bereits am heutigen Donnerstag wird es auf Initiative von Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus um 17 Uhr auf dem Platz von dem Bürgerzentrum Hof Hesselmann eine Solidaritätsaktion mit den Menschen in der Ukraine geben. Die Aktion soll in aller Stille stattfinden und etwa 15 Minuten dauern. Wer möchte, kann eine Kerze als Zeichen der Hoffnung mitzubringen. Es soll der Opfer des Krieges in der Ukraine gedacht, Solidarität mit den Menschen dort zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig auch die große Sorge vor der Fortführung des Kriegs und einer weiteren Eskalation verdeutlicht werden.

Friedensgebet in der Martin-Luther-Kirche

Ebenfalls am heutigen Donnerstag laden in Mecklenbeck die evangelische und die katholische Kirchengemeinde um 18 Uhr zu einem ökumenischen Friedensgebet in der Martin-Luther-Kirche ein. „Es ist Krieg mitten in Europa, die Sorgen der Menschen und die Bitte im Gebet um Frieden sollen in der Gemeinschaft zur Sprache kommen“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinden. Die in den Farben der Ukraine blau und gelb erleuchtete Martin-Luther-Kirche an der Mecklenbecker Straße soll dabei ein Zeichen der Solidarität mit den vom russischen Einfall bedrohten Menschen im Kriegsgebiet darstellen.

Friedensgang der Pfadfinder durch Mecklenbeck

Am morgigen Freitag (4. März) wollen auch die Mecklenbecker Pfadfinder ein „Zeichen für den Frieden“ setzen. Die Pfadfinder seien die größte Friedensbewegung der Welt und als solche auch schon für den Friedensnobelpreis nominiert worden, heißt es in einer Mitteilung des örtlichen Pfadfinderstamms. Deshalb wollen sich die Mitglieder um 18 Uhr zu einem Friedensgang an der St.-Anna-Kirche treffen. Von dort aus soll es nach einem kurzen Gebet quer durch den münsterischen Stadtteil gehen. „Sichtbare Solidarität für die Menschen in der Ukraine ist das Ziel dieser Aktion. Den Kindern soll so die Möglichkeit gegeben werden, selbst in dieser schwierigen Zeit aktiv zu werden und sich zu positionieren. Denn die Pfadfinder verfolgen in ihrem pädagogischen Konzept auch die Entwicklung eines politischen Verantwortungsbewusstseins“, wird in der Mitteilung des Pfadfinderstamms erläutert. Dem Friedensgang dürften sich auch Nicht-Pfadfinder anschließen, solange sie sich an die Maskenpflicht und ein friedliches Miteinander hielten.

Friedensgottesdienst zur „blauen Stunde“

In Albachten wird im Zeichen des Kriegs in der Ukraine am Sonntag (6. März) um 18 Uhr im Rahmen der „Blauen Stunde“ der evangelischen Kirchengemeinde zu einem besonderen ökumenischen Friedensgottesdienst eingeladen. Pater Tom von der katholischen Kirchengemeinde und Pfarrer Andreas Hirschberg nebst Vorbereitungsteam bieten gemeinsam dieses Friedensgebet an, das im Matthias-Claudius-Haus stattfindet. Für den Frieden zu beten, Raum zu geben für eigene Sorgen und Gedanken in dieser Situation, Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu bekunden und sich von Hoffnungssätzen ansprechen zu lassen – darum gehe es in dieser „Blauen Stunde“, kündigt Pfarrer Hirschberg an.

Startseite