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Blick auf die Bundestagswahl 2021 in Münsters Westen

Grüne mit zweistelligen Gewinnen

Münster-West

Schaut man sich die Ergebnisse an, die die Parteien bei der Bundestagswahl in Münsters Westen erzielten, dann gibt es nur einen klaren Gewinner: die Grünen. Die CDU indes musste arg Federn lassen.

Von Thomas Schubert

Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus kann sich über die Resultate der Grünen freuen. Foto:

„Die Grünen sind dran!“, freut sich Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus beim Blick auf den Resultate, die seine Partei bei der Stimmabgabe für die Bundestagswahl 2021 in Münsters Westen erzielen konnte. Und man kommt nicht umhin, ihm Recht zu geben: Bei den Erststimmen konnten die Grünen im Vergleich zur 2017er Wahl in Roxel, Albachten, Mecklenbeck, Nienberge und Gievenbeck durchweg zweistellige Zuwächse erzielen. Auf der anderen Seite musste die CDU als bisheriger „Platzhirsch“ gleich etliche zweistellige Stimmenverluste hinnehmen.

Beim Blick auf die Stimmabgabe im Stadtbezirk West fällt auf, dass sich die Grünen über Zuwächse im Bereich von 11,4 Prozent (Roxel: von 10,3 auf 21,7 Prozent) bis 18,9 Prozent (Gievenbeck-Süd: von 16,7 auf 35,6 Prozent) freuen können. Die Christdemokraten indes haben herbe Einbußen im Bereich von minus 9 Prozent (Nienberge: von 42,0 auf 33,0 Prozent) bis minus 12,8 Prozent (Gievenbeck-Süd: von 32,2 auf 19,4 Prozent) zu beklagen.

"Wir Grüne sind bei den Menschen"

Jörg Nathaus führt die zweistelligen Zuwächse im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren auf „die gute Arbeit der grünen Ratsfraktion“ sowie der Grünen in der Bezirksvertretung Münster-West zurück. Eine Rolle spiele sicherlich auch der neugegründete Ortsverband, so der Bezirksbürgermeister: „Wir Grüne sind bei den Menschen.“ Das wüssten die Bürger, und es treffe auf Zustimmung. Ihm gehe es darum, den Menschen auch in kleinen Dingen zur Seite zu stehen, Themen im Stadtbezirk engagiert zu verfolgen und zielorientiert voranzubringen.

Während sich die Grünen über ihr Abschneiden im Stadtbezirk freuen dürfen, macht Albachtens CDU-Ratsherr Peter Wolfgarten keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die herben Stimmenverluste. „Wir haben die Leute für unsere Themen nicht begeistern und viele auch nicht erreichen können“, sagt er. Gleichwohl werde man jetzt keineswegs verzagen. Nun gehe es darum, die Köpfe hochzunehmen, frisch ans Werk zu gehen und möglichst vieles besser zu machen. Es sei wichtig, Wähler zurückzugewinnen und vor Ort engagierte Politik für und mit den Bürgern zu machen, unterstreicht der Christdemokrat und gibt sich kämpferisch.

Zuwächse auch bei der SPD

Weniger spektakulär sieht es beim Blick auf den Resultate der SPD im münsterischen Westen aus: Es sind zwar in allen Stadtteilen Zuwächse zu verbuchen, allerdings nirgendwo im zweistelligen Bereich. Während es in Albachten ein Plus von 6 Prozent (von 21,0 auf 27,0 Prozent) und in Roxel von 5,5 Prozent (von 19,3 auf 24,8 Prozent) gab, so wurden in Gievenbeck-Süd nur 0,6 Prozent (von 20,0 auf 20,6 Prozent) hinzugewonnen.

„Das ist ein Ergebnis, mit dem ich gut leben kann“, stellt Roxels SPD-Ratsherr Philipp Hagemann klar. 24,8 Prozent in seinem Heimatstadtteil, das sei sogar noch besser als das Resultat seiner Partei im Stadtdurchschnitt. Halte man sich vor Augen, wie es um die SPD noch vor drei Monaten bestellt gewesen sei, dann bleibe nur festzustellen, dass im Wahlkampf der vergangenen Wochen wohl vieles gut gelaufen sein müsse, meint der Sozialdemokrat.

Liberale zählen zu den Verlierern

Zu den Verlierern unter den etablierten Parteien im Stadtbezirk zählen übrigens auch die Liberalen. Sie mussten überall Einbußen verkraften. Diese hielten sich jedoch in Grenzen: Die meistern Stimmen gingen der FDP in Nienberge bei einem Minus von 3,9 Prozent (von 14,4 auf 10,5 Prozent) die wenigsten mit minus 1,4 Prozent in Gievenbeck-Süd (von 12,9 auf 11,5 Prozent) verloren.

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