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Großes Pfarreifest in allen Teilen von St. Liudger

Im Zeichen des Schenkens

Münster-West

Vier Gemeinden, eine Pfarrei, ein gemeinsames Fest: In der Aaseestadt, in Albachten, Mecklenbeck und in Roxel konnten Interessierte unter fast 40 unterschiedlichen Angeboten auswählen.

Von Annegret Lingemann und Helmut Etzkorn

Ob bei der Freiwilligen Feuerwehr Albachten, beim geselligen Beisammensein auf dem Pantaleonplatz (oben v.l.) oder zahlreichen Aktionen bei St. Stephanus: Für jeden Geschmack hatte das Pfarreifest etwas parat. Foto: Helmut Etzkorn

Weihnachten ist noch fern, dennoch stand dieses Wochenende in der Pfarrei St. Liudger im Zeichen des Schenkens. „Ich schenk dir was“ war das Motto in allen vier Gemeindebezirken eine Woche vor dem Erntedankfest.

In der Aaseestadt, in Albachten, Mecklenbeck und in Roxel konnten Interessierte unter fast 40 unterschiedlichen Angeboten auswählen. Den Auftakt machte am Freitag Mecklenbeck mit Kaffee und Kuchen, einer Kirchenführung durch St. Anna, Malen und Basteln für Kinder und weiteren Angeboten.

Gesellig ging es am Samstagvormittag auf der Ökuwiese in Albachten zu. „Menschen zusammenführen“ war die Idee, die hinter dem Mitbring-Frühstück stand. Kirche als Gemeinschaft zu erleben, das ist die wichtige Aufgabe der Gemeinde nach Ansicht des Organisators Georg Kreilkamp. Mitstreiterin Marianne Overkamp war dabei auch der ökumenische Gedanke ein Herzensanliegen. Der gemeinsame Tisch, die gemeinsame Mahlzeit und das Gespräch mache das Miteinander gut sichtbar, meinte sie.

Neben einem Geschichtenzelt, in dem vorgelesen wurde, wurde auch die Anleitung zu einem Kneipp-Spaziergang angeboten. Die Freiwillige Feuerwehr war mit ihrem Fahrzeugpark und Vorführungen sowie der Möglichkeit für Kinder, ein „brennendes Haus“ zu löschen, natürlich ein starker Anziehungspunkt.

Nachmittags ging es auf dem Kirchplatz in Roxel weiter. An langen Tischen und Bänken herrschte eine familiär-gemütliche Stimmung mit einer kleinen Bläser-Abordnung des Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Münster.

Ein historisches Kinderkarussell erfreute die Kleinen. Zu einer kleinen Wanderung um Roxel hatte der Familienkreis eingeladen. Rudelsingen und Turmbläser läuteten dann das Abendprogramm ein: In St. Pantaleon fand die die erste ökumenische Bibelnacht statt. Sylvia von Schelve, leitende Pfarrsekretärin, war begeistert über den Zuspruch. „Toll, dass die Gemeinden so zusammenhängen und viele auch den Schritt aus ihrem Stadtteil hinaus wagen“, sagte sie.

Nach der langen Coronazeit „begeistert mich die Begegnung mit anderen Menschen.“ Claudia Maria Korsmeier gehört zum „Schenk Dir was“- Vorbereitungsteam in der Stephanus-Gemeinde. Am Sonntag sollten „mal die beschenkt werden, die sonst immer Zeit und Kraft für andere Menschen schenken“, so Korsmeier. Die Aktionen rund um die Kirche in der Aaseestadt sollten eine Willkommenskultur für diejenigen darstellen, die schon nicht zu den Veranstaltungen der Gemeinde kommen. „Freunde treffen, Freude schaffen, einfach gute Laune haben und so auch ein Zeichen der Nächstenliebe setzen“, fasst Korsmeier das bunte Bündel an Veranstaltungen am sonnigen Sonntagmorgen zusammen.

Neben einer Führung durch die Kirche mit dem kunsthistorisch erfahrenen Franz-Josef Lütke Schelhove wurde Senioren in einer „Handy- und Tabletsprechstunde“ erklärt, wie sie die modernen Kommunikationsmittel optimaler nutzen und bedienen können.

Wer wollte, konnte die Aaseestadt einmal aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers wahrnehmen und schnell merken, wo es im eigenen Viertel noch an der Barrierefreiheit fehlt.

Das Fest der Begegnung endete mit einem Wortgottesdienst aller vier Gemeinden auf dem Gelände der Peter-Wust-Schule in Mecklenbeck.

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