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Durchfahrsperre funktioniert wieder

Mehr Sicherheit am Rottkamp

Münster-Albachten

Es hat lange gedauert, funktioniert aber endlich wieder: Dank der Instandsetzung des Hubpollers wird auf dem Albachtener Rottkamp illegaler Schleichverkehr ausgebremst.

Thomas Schubert

Begrüßen die Instandsetzung der versenkbaren Durchfahrsperre auf dem Albachtener Rottkamp (v.l.): Peter Wolfgarten, Gerhard Bonn, Mechthild Siefke und Ernst Kassenbrock. Foto: sch

Weit mehr als ein halbes Jahr war er defekt – jetzt funktioniert er wieder: Der in der Fahrbahn versenkbare Hubpoller sorgt seit einigen Tagen wieder dafür, dass unzulässiger und gefährlicher motorisierter Durchgangsverkehr zwischen der Dülmener Straße und dem Osthofviertel nicht mehr über den Rottkamp fließen kann ist. Es gibt viele, die sich darüber freuen.

Zu diesen zählt Dr. Gerhard Bonn, Vize-Vorsitzender der kommunalen Seniorenvertretung. Der Albachtener hatte sich – wie berichtet – wiederholt beim städtischen Tiefbauamt dafür eingesetzt, den defekten Hubpoller möglichst zeitnah zu erneuern, was sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie allerdings nicht realisieren ließ. Wiederholt wurde er von älteren Albachtenern, aber auch von Familien, angesprochen, denen der unerlaubte Verkehr zwischen Rottkamp und Wierling arge Sorgen bereitete. „Die Kommunale Seniorenvertretung begrüßt die Instandsetzung des Pollers, durch den der illegale Schleichverkehr endlich wieder unterbunden wird“, unterstreicht Bonn. Dem Tiefbauamt gebühre Dank.

Auch bei Vertretern des benachbarten Alwine-Lauterbach-Seniorenzentrums der Awo herrscht Freude über die Instandsetzung des Hubpollers. Dieser beschere den älteren Mitbürgern ein Stück mehr Sicherheit, sagt Mechthild Siefke, Beiratsvorsitzende des Zentrums. Denn während der Zeit, in der die Durchfahrsperre defekt war, sei der Rottkamp „die reinste Rennstrecke“ gewesen. Leider habe es lange gedauert, bis der Poller erneuert worden sei.

Auch Ernst Kassenbrock vom Sozialdienst des Seniorenzentrums hält es für wichtig, dass die Durchfahrbarriere wieder funktioniert und gefährlichem Schleichverkehr einen Riegel vorschiebt: „Hier gibt es ein Altenheim, einen Kindergarten und einen Spielplatz. Darauf muss Rücksicht genommen werden.“

Peter Wolfgarten, CDU-Bezirksvertreter und Ratskandidat, sieht dies nicht anders. Bereits Anfang Mai hatte er sich mit einem Antrag in der Bezirksvertretung Münster-West dafür eingesetzt, den Hubpoller zügig zu reparieren und damit den Festsetzungen des betreffenden Bebauungsplans nachzukommen. „Im Plan ist klar geregelt, dass die Straße hier dicht sein soll“, unterstreicht Wolfgarten.

Nach Angaben des Tiefbauamts war die Erneuerung des Pollers bereits vor dem Beginn der Corona-Krise bei einer hiesigen Signalbaufirma in Auftrag gegeben worden. Doch es kam zu Verzögerungen, da die benötigten Ersatzteile von einer Firma in Italien hergestellt werden. Und dort gab es aufgrund der Pandemie bekanntlich ganz erhebliche Probleme. Laut Andreas Pott, Leiter der städtischen Fachstelle für Verkehrssteuerung, musste die bei einem Unfall beschädigte Durchfahrsperre nahezu komplett ausgetauscht werden. Die italienische Firma Pilomat, die den Hubpoller produzierte, sei seit 2017 zu 70 Prozent von der deutschen Tor- und Türhersteller Hörmann in Steinhagen übernommen worden. Die Durchfahrbarrieren stelle sie nach wie vor her.

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