Anfrage der Stadtbezirks-SPD an die Verwaltung

Neuer Wohnraum an der Osthofstraße möglich?

Münster-Albachten

Kann in Albachten auf großen Gartengrundstücken nachverdichtet werden? Das möchten die örtlichen Sozialdemokraten wissen.

Von Thomas Schubert

Große Gartengrundstücke liegen hinter diesen hohen Zäunen an der Ostseite der Osthofstraße. Ob sie für eine Hinterliegerbebauung genutzt werden können, möchte die SPD von der Stadtverwaltung wissen. Foto: sch

In der heutigen Situation auf dem münsterischen Wohnungsmarkt und der immer wieder geforderten Verdichtung in Wohngebieten sind auch kleinräumige Lagen wichtig.“ Dieser Ansicht sind Albachtens SPD-Ratsfrau Ute Hagemann und ihre Parteifreunde in der Bezirksvertretung (BV) Münster-West. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die sozialdemokratische Fraktion eine Anfrage ins Stadtbezirksparlament eingebracht hat, in der es um die Ostseite der Osthofstraße geht. Kann dort nachverdichtet werden?

Wer die örtlichen Gegebenheiten kennt, der weiß, dass die von der Straße „Am Blütenhain“ zugänglichen Gebäude über üppige Gartengrundstücke verfügen. Diese grenzen an die östliche Seite der Osthofstraße und sind augenscheinlich groß genug, um bebaut zu werden, neuen Wohnraum zu schaffen. Genau darum geht es in der Anfrage der SPD. Sie soll in der nächsten Sitzung der BV West am 27. Mai auf den Tisch kommen und stammt bereits aus dem Spätsommer vergangenen Jahres.

Gab es Anfragen von Immobilienbesitzern?

Wissen möchten die Sozialdemokraten von der Stadtverwaltung, ob es im Hinblick auf eine mögliche Bebauung der sich zur Osthofstraße erstreckenden Gartengrundstücke bereits Anfragen von Immobilienbesitzern gegeben habe. Und ob die Verwaltung derartige Anfragen vor dem Hintergrund des angespannten Wohnungsmarkts bereits ins Kalkül ziehe.

Seit Anfang 2018 gilt auf dem Teilstück der Osthofstraße, das sich von der Kreuzung Dülmener Straße bis kurz vor die Verkehrsampel an der Einmündung „Am Kämpken“ erstreckt, „Tempo 30“. Dadurch sei die Verkehrssituation in diesem Bereich mittlerweile eine andere als in den Vorjahren. „Vor welchem Hintergrund ist nun eine Erschließung der Grundstücke über die Osthofstraße möglich?“, will die SPD wissen.

Wird Aufstellung eines Bebauungsplans notwendig?

Da auf dem Osthofstraßen-Teilstück zwischen den Einmündungen „Am Kämpken“ und „Sendener Stiege“ allerdings noch mit 50 Kilometern pro Stunde gefahren werden darf, wird zudem die Frage gestellt, ob auch dort „Tempo 30“ machbar sei, um eine Erschließung von Hinterliegerbebauung über die Osthofstraße zu ermöglichen, und wie vorhandene Bäume geschützt werden können.

Darüber hinaus möchte die SPD-Fraktion der BV West wissen, ob für die Schaffung neuen Wohnraums im betreffenden Bereich die Aufstellung eines Bebauungsplans „Östlich der Osthofstraße / Am Blütenhain“ notwendig wird. Oder könnten eventuell auch andere Wege beschritten werden?

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