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Konzertabend mit A-cappella-Chor „Genauso“

Pizza-Kartons im Wohnzimmer und schwungvolle Gesangstitel

Münster-Albachten

Pandemiebedingt waren sie lange nicht mehr aufgetreten. Jetzt schritten sie im Albachtener „Haus der Begegnung“ wieder zur Tat: Die Sängerinnen und Sänger des A-cappella-Chor „Genauso“ wagten sich wieder auf die Bühne – und begeisterten.

-ann-

Der A-Capella-Chor „Genauso“begeisterte beim Auftritt im „Haus der Begegnung“ mit einem vielseitigen Programm. Foto: ann

Seit einer Ewigkeit ist der A-cappella-Chor „Genauso“ nicht mehr aufgetreten. Jedenfalls kommt das Tina, Mandy, Sarah, Ralf, Stefan, Henning und Elmar so vor. Die Zuschauer im vollbesetzten „Haus der Begegnung“ bekamen beim Auftritt des Ensembles Einblick in deren WG-Wohnzimmer, in dem sich Pizza-Kartons stapeln, scheinbar verkrachte Typen etwas lustlos Karten spielen, der Hometrainer trotz mancher Jogginghose unbenutzt bleibt und träge auf dem Sofa herumgelümmelt wird. Doch der Eindruck täuscht.

Musikalisch sind die sieben WG-ler total ausgeschlafen und bringen ihre Trägheit hellwach und stimmlich sicher über mit Titeln wie „Mach es morgen“, „Lasse red‘n“ oder „Hefe“, dem Lied über das Dickwerden und „In deiner Tür“, dem Lied über die Melancholie, wenn Kinder flügge werden und ausziehen. Dabei erwacht langsam ihre Aktivität, sie beginnen Pläne zu schmieden, und dann heißt es plötzlich: Runter vom Sofa, wir planen ein Konzert!

Herrlich schräges Intro

Ein komplett anderes Bild nach der Pause. Gutgelaunt und mit viel Schwung begrüßt der Chor, grün-weiß-schwarz gewandet, mit einem musikalisch herrlich schrägen Intro das Publikum. Mit dem eingespielten instrumentalen Sound klappt es offenkundig doch nicht so gut. Dann also besser ohne Instrumente weiter – na klar, sie sind schließlich ein A-cappella-Chor. Mit „Hallo, Hallo, Hallo“ ging es weiter, gefolgt von den Zuversicht verströmenden Titeln „Take on me“, „Merci“ oder „Gute-Laune-Musik“.

Kritische Töne zum Ausklang

Aber es gab auch ein paar kritische Töne. Mit dem Titel „Pädagogen“ beschwerten sich Sängerinnen und Sänger, dass viele Lehrerinnen und Lehrer im Freundeskreis wenig nützlich sind. Der letzte Titel des Konzertabends, „Laut sein“, sollte ermuntern, sich gegen Diskriminierung und Hetze stark zu machen.

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