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Stuten- und Fohlenschau auf dem Hof Holkenbrink

Schaulaufen vor der Passausstellung

Münster-Albachten

Die Stuten- und Fohlenschau auf der Hengststation Holkenbrink hat eine lange Tradition. Bei hochsommerlichem Wetter präsentierten rund 30 Züchter ihren Nachwuchs. Eine Kommission um swnZuchtleiter des Westfälischen Pferdestammbuchs, Thomas Münch, bewertete die jungen Tiere.

Von Marion Fenner

Simon Holkenbrink führte bei der Fohlenschau auf der elterlichen Anlage auch das Fohlen aus der Zucht von Laurenz Rumphorst vor. Die kleine Stute beeindruckte Jury und Publikum mit außergewöhnlichen Bewegungen.F Foto: Marion Fenner

Noch keine drei Wochen auf der Welt und schon den ersten öffentliche Auftritt vor Publikum: Bei der Stuten- und Fohlenschau auf der Hengststation Holkenbrink begeisterte der Nachwuchs aus der Zucht von Laurenz Rumphorst das Publikum. Das kleine Stutfohlen erhielt von den fachkundigen Zuschauern Szenenapplaus, als es förmlich über den Platz schwebte. Aufgrund der besonderen Bewegungen, die Zuchtleiter Thomas Münch dem jungen Vierbeiner bescheinigte, wurde es an die Spitze seiner Gruppe gestellt. Für Laurenz Rumphorst war das ein ganz besonderer Moment.

Der gelernte Hufschmied hatte die Mutter des Fohlens im vergangenen Jahr gekauft. Die Stute ist sein erstes eigenes Pferd und die kleine Tochter des Holkenbrinkschen Hengstes Franziskus somit sein erstes Fohlen. Erfolgreicher kann eine Züchterkarriere kaum beginnen.

Herausgeputzt

Die Fohlen trabten an der Seite ihrer Mütter auf dem großen Platz vor. Bewertet wurden Körperbau und Bewegungen. Alle Tiere waren für diesen Tag besonders hübsch herausgeputzt worden. Gut 30 Fohlen nahmen an der Schau teil. Außerhalb von Pandemiezeiten waren es auch schon einmal mehr als 100 Fohlen, die in Albachten zu sehen waren. Zudem hatte das heiße Wetter einige Züchter veranlasst, ihre Fohlen zu Hause zu lassen.

Equiden-Pass

Für die jungen Pferde dient dieser Termin nicht nur dem Schaulaufen vor Publikum, sie werden dort auch in das Zuchtbuch des westfälischen Pferdestammbuchs aufgenommen. Dafür erhalten sie einen Chip, der ihnen mit einer Spritze in den Hals implantiert wird. Damit wird das Pferd ein Leben lang identifiziert werden können. Zudem werden Farbe, Abzeichen und Abstammung in den Equiden-Pass eingetragen. Danach gelten sie als echte Westfalen.

Zuchtleiter Thomas Münch

Die Schau ist auch ein wichtiger Termin für potenzielle Fohlenmütter. Die Jury um Zuchtleiter Münch begutachtete drei- und vierjährige Stuten, die künftig für den Erhalt der Westfälischen Reitpferderasse sorgen sollen. Wilhelm Holkenbrink stellte eine Fuchsstute mit den Namen „Die Bunte“ vor. Ein Fuchs mit vier weißen Beinen und einer Blesse, der wirklich bunt war. Die Stute war sichtlich aufgeregt. Der Trubel auf der heimischen Anlage brachte sie aus der Ruhe. Der Zuchtleiter hatte Verständnis für das Tier. „Wenn in der vertrauten, bekannten Umgebung auf einmal so viel los ist, kann das ein junges Pferd schon einmal aufregen“, sagte Münch. „Die Bunte“ konnte trotzdem überzeugen und erhielt die Zulassung zur Eliteschau. Dort wird sie mit anderen Stuten um den Titel der schönsten Westfälin antreten.

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