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Klaviermatinee mit Wilhelm Rodenberg im Haus der Begegnung

Schroffe dynamische Akzente

Münster-Albachten

Bei der Klaviermatinee im Haus der Begegnung in Albachten konnten die Zuhörer in Ludwig van Beethovens Tagebuch blättern. Zumindest im musikalischen – denn Pianist Wilhelm Rodenberg lieferte in seinen Anmoderationen interessante Hintergrundinfos.

Von Annegret Lingemann

Eine Klaviermatinee mit Wilhelm Rodenberg fand im Haus der Begegnung in Albachten statt. Foto: Annegret Lingemann

Einige Sonnenlichter entlockte Wilhelm Rodenberg dem eher trüben Totensonntag bei seiner Klaviermatinee im Haus der Begegnung mit rund 50 Gästen. Mit geradezu „mozärtlich“ heiteren Klängen begann das Beethoven-Konzert mit der Sonate N.10 G-Dur op.14 Nr. 2. Ein „Nachholkonzert“ nannte Rodenberg die Veranstaltung, musste sie doch im vergangenen Jahr, dem Jubiläumsjahr des großen Komponisten, ausfallen.

Wilhelm Rodenburg moderierte die Sonaten an, über die der Pianist und Dirigent Barenboim gesagt habe, sie seien gewissermaßen Beethovens musikalisches Tagebuch.

Beethovens „Unsterbliche Geliebte“

Der zweite Teil, das Andante Favori, werde mit Josephine von Brunswick, als Beethovens „Unsterblicher Geliebter“ gebracht, erläuterte Rodenberg. Als dritter Teil des Konzertes folgte die Sonate Nr. 31 As-Dur op.110 aus der Spätphase von Beethovens Schaffen. Sie entstand 1821/22, dem Todesjahr Josephines.

Schroffe dynamische Akzente und der Wechsel der Tonarten ließen seelische Erschütterungen des Komponisten erahnen. Klänge aus der Romantik waren die Zugabe: Rodenberg spielte Robert Schumanns „Widmung“.

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