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Grüne Wärmeversorgung für Albachten-Ost möglich?

Stadtwerke machen drei Probebohrungen

Münster-Albachten

Kann das geplante Baugebiet Albachten-Ost mit Erdwärme versorgt werden? Die Stadtwerke wollen es wissen und führen dort Probebohrungen durch.

Auf dem Gelände des Albachtener Baugebietes Ost sollen drei Bohrungen klären, ob dort Wärme aus dem Untergrund aufgenommen und in ein lokales Wärmenetz eingespeist werden kann. Foto: Andreas Fier

In dieser Woche beginnen die Stadtwerke Münster mit Untersuchungen, die die Weichen für die zukünftige Wärmeversorgung von Albachten-Ost stellen sollen. Auf der 15 Hektar großen Fläche des geplanten Neubaugebiets sollen – wie berichtet – insgesamt 475 neue Wohnungen entstehen.

In enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung laufen bei den Stadtwerken die Planungen für eine grüne Wärmeversorgung. Die Stadtwerke wollen die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner von Albachten-Ost mit grüner Wärme versorgen. Sie untersuchen in den kommenden Wochen, ob sich das Areal für den Einsatz von oberflächennaher Geothermie eignet.

Fern- und Nahwärme in Münster künftig grün gestalten

Geothermie ist ein zentraler Baustein, mit dem die Stadtwerke laut einer Pressemitteilung die Fern- und Nahwärme in Münster künftig grün gestalten wollen. Wärme aus dem Untergrund sei vollständig regenerativ und jederzeit stabil verfügbar. „Wir setzen die Wärmewende in den Wärmenetzen strategisch Baustein für Baustein um. Jedes einzelne Projekt macht uns ein Stück unabhängiger von importierter fossiler Energie und hilft dem Klima“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk.

Drei Probebohrungen geplant

Wo immer möglich, wollen die Stadtwerke die vor Ort vorhandenen Gegebenheiten nutzen, um aus der Wärme „ein echtes Heimatprodukt“ zu machen, am besten sogar aus der eigenen Nachbarschaft. Aus diesem Grund schauen sich die Wärmeplaner der Stadtwerke die geologischen Gegebenheiten im künftigen Baugebiet mit drei Probebohrungen genauer an.

Damit in Albachten-Ost oberflächennah Erdwärme gewonnen werden kann, müssen im Untergrund in einer Tiefe von bis zu 200 Metern geeignete geologische Voraussetzungen herrschen. Dann könnte die Wärme aus dem Untergrund künftig von Erdsonden aufgenommen und in ein lokales Wärmenetz eingespeist werden. Ob ein solches System in Albachten-Ost technisch umsetzbar wäre, sollen die nun anstehenden Bohrungen zeigen.

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