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Seniorenunion kritisiert Pläne zur Buslinienführung

Starke Beeinträchtigung für Bewohner der Stadtbezirke

Münster-Nord/West

Die geplante Neuordnung des Stadtbusverkehrs könnte für die Bürger in Münsters Norden und Westen negative Auswirkungen im Hinblick auf die Erreichbarkeit der Innenstadt haben. Davor warnt die Seniorenunion Münster.

Von Thomas Schubert

Aktuellen Plänen zufolge könnte die Buslinie 8, die Coerde mit Wolbeck verbindet, demnächst nicht mehr an Bült halten. Foto: Stadtwerke Münster

Als die Beschlussvorlage zur Teilfortschreibung des dritten Nahverkehrsplans der Stadt Münster in der vergangenen Woche in der Bezirksvertretung Münster-West auf den Tisch kam, stieß das Papier auf einhellige Zustimmung.

Am 9. Februar soll sich der Rat der Stadt Münster als maßgebliches Gremium abschließend mit dem Thema befassen. Doch mittlerweile stoßen die Pläne der Verwaltung auf harsche Kritik: Münsters Seniorenunion lehnt die Teilfortschreibung entschieden ab.

In einer Mitteilung der CDU-Senioren ist die Rede davon, dass die geplante Neuordnung des Stadtbusverkehrs für Bürgerinnen und Bürger aus den Stadtbezirken Münster-Nord und -West alles andere als vorteilhaft sei.

Wegfall der Haltestelle Bült bereitet Sorgen

Insbesondere der vorgesehene Wegfall der Haltestelle Bült im Herzen der City, die von den Linien 6 und 8 (Coerde – Hiltrup, Coerde – Wolbeck) sowie den Linien 15 und 16 (Albachten – Kinderhaus, Mecklenbeck – Kinderhaus) angefahren werde, sei „für die Bevölkerung dieser Bezirke eine starke Beeinträchtigung“.

Von zeitlichen Nachteilen aufgrund der Beschwernisse notwendig werdender Umstiege ist die Rede. Zudem sei kaum nachvollziehbar, warum die Kanalstraße, die durch ein dicht bewohntes Viertel führe, ganz vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten werden solle.

„Was ist mit Seniorinnen und Senioren, mobilitätseingeschränkten Menschen sowie Familien mit Kinderwagen und kleinen Kindern, ebenso jüngeren Menschen? Auch diese Personengruppen sind dankbar für eine gute barrierefreie Erreichbarkeit der Innenstadt“, heißt es in der Mitteilung, die unter anderem von Dr. Gerhard Bonn aus Albachten und Florian Steinfohrt aus Coerde unterzeichnet wurde.

Umstieg vom Auto auf den Stadtbus erschwert

„Nimmt man es in Kauf, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen einfach abgehängt werden?“ Politisches Ziel im Sinne des Klimawandels sei es doch, mehr Bürger für den ÖPNV zu gewinnen, stattdessen werde den vorliegenden Planungen zufolge der Umstieg vom Auto auf den Stadtbus erschwert und das Gegenteil erreicht.

Seniorinnen und Senioren sowie kranke und behinderte Menschen, die schon aus Gründen der Vernunft den ÖPNV nutzten, würden es sich zwei Mal überlegen, ob sie im Falle des Falles dann noch den Bus nähmen oder lieber mit dem Auto führen.

Auch die CDU-Ratsfraktion weist in einer Mitteilung darauf hin, dass die geplanten Änderungen bei der Buslinienführung „kritische Fragen“ im Hinblick auf den Stadtbezirk Nord und die Stadtteile Albachten und Mecklenbeck mit sich brächten. Ihr verkehrspolitischer Sprecher Walter von Göwels hat dazu bereits einen Fragenkatalog an die Stadtverwaltung formuliert.

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