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Taxi-Fahrten bei Hitzewetter

Völlig durchgeschwitzt zur Reha-Behandlung

Münster-Albachten

Um zu seinen Reha-Behandlungen zu kommen, musste ein Senior aus Albachten wiederholt bei hohen Temperaturen in nichtklimatisierten Taxis fahren . . .

Thomas Schubert

Der Albachtener Manfred Wons ärgert sich, dass er in den vergangenen Wochen in überhitzten Sammeltaxis fahren musste. Foto: ohw

„Das ist ein Hohn so etwas . . .“ Der Albachtener Manfred Wons ist sauer auf das Taxi-Unternehmen, das ihn in den vergangenen Wochen zur Rehabilitationseinrichtung ZaR (Zentrum für ambulante Rehabilitation GmbH) an die Grevener Straße brachte. Der 76-Jährige ärgert sich darüber, dass er bei Hitzewetter im Taxi wiederholt über längere Zeiträume arg schwitzen und zudem lange Wartezeiten in Kauf nehmen musste.

„Ich stehe nicht allein mit meiner Kritik. Es gibt viele andere, die verärgert sind“, betont Wons. Seinen Schilderungen zufolge musste er bei den Fahrten zur Reha-Behandlung, die ihm nach einer Operation am Herzen verordnet wurde, fast durchgehend in nichtklimatisierten Taxis fahren. Bei diesen habe es sich um Sammeltaxis gehandelt, die gleich mehrere Reha-Patienten abgeholt hätten. „Die sind dann durch die ganze Stadt gegurkt“, ärgert sich Wons. Das habe zur Folge gehabt, dass die Fahrgäste bei brüllender Hitze in den Autos völlig durchgeschwitzt in die Reha-Einrichtung gekommen seien. Es habe sich meist um uralte Taxis gehandelt, in denen keinerlei Klimaanlagen vorhanden gewesen seien: „Rumpelkisten waren das.“ Innerhalb von drei Wochen sei er nur ein- oder zweimal in einem klimatisierten Fahrzeug transportiert worden.

Obendrein sei der Taxi-Service unzuverlässig gewesen: Um wieder heimgefahren zu werden, habe er meist lange Zeit warten müssen, sagt Wons. In den vergangenen drei Tagen sei er dann in Eigenregie mit dem Stadtbus gefahren. Mittlerweile sei seine Reha-Behandlung beendet. Er habe der Einrichtung jedoch klipp und klar seine Kritik mitgeteilt, damit diese sich mit dem Taxi-Unternehmen in Verbindung setze. Bei diesem handele es sich um die Firma Waldmann.

Waldmann-Disponentin Claudia Meyer verweist wiederum darauf, dass ihr Unternehmen als Fahrdienst von der ZaR-Einrichtung beauftragt werde. Diese wisse, „dass unsere Autos nicht alle Klimaanlagen haben“. Meyers Information zufolge soll es sich bei 80 Prozent der Fahrzeuge, in denen Hermann Wons gefahren sei, allerdings um Taxis mit Klimaanlage gehandelt haben. Waldmann erhalte von der Reha-Einrichtung eine Liste mit Patienten, die es gesammelt abzuholen gelte. Wenn dann vier oder fünf Personen aufgesucht werden müssten, dann könne dies mitunter bis zu anderthalb Stunden dauern. Ebenso könnten bei der Abholung der Patienten für die Rückfahrt Verzögerungen auftreten, da es bei Reha-Behandlungen Wartezeiten gebe.

Wenn Manfred Wons mit der Fahrt im Sammeltaxi nicht einverstanden gewesen sei, so hätte er dies mit der ZaR-Einrichtung absprechen und im Falle des Falles eine Einzelfahrt für sich verlangen müssen, sagt Claudia Meyer. Dafür wäre jedoch eine Zuzahlung an die Krankenkasse fällig gewesen.

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