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Jahreshauptversammlung der Frauengemeinschaft 

Beitragserhöhung verschlägt Frauen die Sprache

Münster-Amelsbüren

Die angekündigte Beitragserhöhung verschlug den Frauen für einen Moment die Sprache. Es gab auch auch angenehmere Themen: Die Würdigung der Verdienste der langjährigen Teamsprecherin Ulla Venschott zu ihrem Abschied.

Pfarrer Mike Netzler hob den hohen Wert des Miteinanders hervor, wie es in der Amelsbürener Frauengemeinschaft gepflegt werde. Foto: gro

Es war lediglich eine Zahl, die es aber in sich hatte: Der Jahresbeitrag steigt von 25 auf 40 Euro. „Oh, da wird es Austritte geben“, hieß es spontan in der Runde. Für einen Moment hatte die angekündigte Beitragserhöhung der Frauengemeinschaften im Bistum den Frauen glatt die Sprache verschlagen. „Wir bekommen davon nichts“, beteuerten die Mitglieder des Amelsbürener Leitungsteams. Das Geld müsse weitergegeben werden. Etwa an den Diözesanverband, der 87 000 Mitglieder hat.

Geprägt war die Jahreshauptversammlung ansonsten von der Verabschiedung der langjährigen Teamsprecherin Ulla Venschott. 13 Jahre hatte sie die Funktion ausgeübt, dabei die Frauengemeinschaft 2015 durch das Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen geführt und auch die Verantwortung weitergetragen, als ihre beiden Mitstreiterinnen Brigitte Steverding und Anita Schürmann 2020 aus dem Vorstandsteam ausschieden.

Ehrenplakette aus Bronze

Seitdem war Ulla Venschott mit einem neuen Team, bestehend aus Sigrid Geister, Gertrud Reichel, Annette Schwering sowie Conny Wodrig, unterwegs in der nicht einfachen Zeit der Corona-Pandemie.

Zur Verabschiedung war eigens Pfarrer Mike Netzler gekommen. Ausdrücklich dankte er allen Frauen im gut besuchten großen Saal des Alten Pfarrhauses für die Gemeinschaft, die sie bilden. Das Miteinander sei „von unersetzbarem Wert“, betonte Netzler, geprägt und ermöglicht wurde es unter anderem durch Personen wie Ulla Venschott. Ihre Leistung innerhalb der Frauengemeinschaft, die der Pfarrer als eine Säule der Kirchengemeinde bezeichnete, nötige ihm „sehr viel Respekt“ ab, so Netzler, der ihr deshalb die in Bronze gegossene Ehrenplakette der Pfarrei St. Clemens für herausragendes Engagement überreichte. Ihre Entscheidung, mehr Zeit für sich und die neuen Enkelkinder haben zu wollen, gelte es zu respektieren. „Jetzt müssen andere ran.“

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