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Ordensfrauen Marlene und Borgia verlassen Amelsbüren

Feierlicher Abschied von den Konventschwestern

Münster-Amelsbüren

Sie wirkten mitten in der Gemeinde und waren niemals außen vor: Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Empfang wurden die Amelsbürener Vorsehungsschwestern in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Von Helga Kretzschmar

Mit einem Gottesdienst und einem Empfang verabschiedete die Amelsbürener Gemeinde die Konventschwestern Marlene (l.) und Borgia. Foto: hk

Ihre Art zu leben, zu glauben und ihre Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen, das zeichnete die beiden Schwestern Marlene und Borgia aus, die Pfarrer Mike Netzler während des Gottesdienstes in der St.-Sebastian-Kirche feierlich verabschiedete.

Er erinnerte an die Vorsehungsschwestern, die nach dem Rückzug der Franziskanerinnen im Februar 1988 nach Amelsbüren kamen. Hinter dem Begriff Vorhersehung stecke, dass jemand voraus sehe, den Blick nach vorne richte, sich nicht treiben lasse und mittendrin sei, so Netzler. Mittendrin waren auch die beiden Schwestern, mitten in der Gemeinde und nicht außen vor.

„Ich habe die Zeit mit Ihnen sehr genossen. Sie waren eine große Bereicherung“, überreichte er den Schwestern jeweils einen großen Engel, der am Fenster hängend künftig in den Raum hineinstrahlen werde. Im Namen von Schwester Borgia dankte Schwester Marlene für die stets offenen Türen und erinnerte sich gerne an den Kreis der Kranken und Pflegenden wie auch an viele Ausflüge ins Münsterland.

Ihr Dank galt auch dem Vorbereitungsteam um Richard Vennemann und Peter Venschott, die die Ausstellung mit dem Werdegang der beiden Schwestern im Seitenschiff begleitet haben. „Wir haben unseren Glauben in der kleinen Kapelle intensiv erlebt und werden weiter miteinander verbunden sein,“ so Schwester Marlene.

Nach dem Gottesdienst dankten all jene Gemeindemitglieder, die mit den Schwestern verbunden waren, mit einem Empfang im Alten Pfarrhaus.

Konventleiterin Schwester Marlene, die ganze drei Meter von der Kirche entfernt neun Jahre in der Alten Vikarie wohnte – „Ich konnte von Schlafzimmer das ewige Licht in der Kirche sehen“ – wird aus Altersgründen ins Provinzhaus Münster ziehen, das von etwa 70 Schwestern bewohnt wird.

Schwester Borgia, die vier Jahre lang in Amelsbüren wirkte, wird im münsterischen Bischofshaus wohnen.

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