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Diamantener Meisterbrief für den Maler und Lackierer Karl-Heinz Hartmann

Mehr als 100 Menschen ausgebildet

Münster-Hiltrup/Amelsbüren

Der Maler- und Lackierermeister Karl-Heinz Hartmann nahm den Diamantenen Meisterbrief für 60 erfolgreiche Jahre im Fahrzeuglackiererhandwerk entgegen. Auch seine beiden Söhne sind dem Handwerk treu geblieben. Das von ihm gegründete Familienunternehmen feiert daher in Kürze das 60-jährige Bestehen.

Gratulation zum Jubiläum (v.l.): Christoph Ermel, Enkelin Patrizia Hartmann, Sohn Karsten Hartmann mit Frau Marion Hartmann, Heinz-Bernd Raue vom Fachverband Lack- und Karosserietechnik Westfalen, Jubilar Karl-Heinz Hartmann, Enkelsohn Jan Hartmann, Ehefrau Christa Hartmann, Sohn Volker Hartmann mit Ehefrau Elisabeth Hartmann. Foto: pd

Ein ganz besonderes Jubiläum stand jetzt dem Handwerk in Hiltrup ins Haus. Maler- und Lackierermeister Karl-Heinz Hartmann nahm den Diamantenen Meisterbrief für 60 erfolgreiche Jahre im Fahrzeuglackiererhandwerk entgegen.

Anlässlich des Jubiläums war der Vorsitzende des Dortmunder Fachverbands Lack- und Karosserietechnik Westfalen, Heinz Bernd Raue, nach Münster gefahren, um die Glückwünsche des Verbands zu überbringen. „Es ist für mich und das gesamte Fahrzeuglackiererhandwerk eine ganz besondere Ehre, Ihnen zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum zu gratulieren”, so der Vorsitzende in seiner Laudatio auf den 83-Jährigen. „Ihr Beispiel zeigt gerade jungen Meistern, wie man im Handwerk als Unternehmer über viele Jahre Erfolg und Leidenschaft im Beruf miteinander verbinden kann.”

Zunächst in einer Doppelgarage

Karl-Heinz Hartmann wurde laut Pressemitteilung in Stettin geboren und kam im Alter von sechs Jahren gemeinsam mit seinen Eltern nach Hiltrup. Dort ging er nach dem Krieg zur Volksschule und absolvierte Ende der 1950er-Jahre eine Lehre zum Maler und Lackierer.

Nach mehreren Jahren als Geselle plante der Handwerker schon bald seine eigene Karriere und legte am 5. Dezember 1962 seine Meisterprüfung im Lackiererhandwerk vor der Handwerkskammer Münster (Prüfung in Düsseldorf) ab. Bereits vier Monate später, am 1. März 1963, gründete er in Hiltrup seinen eigenen Betrieb, die „Lackiererei Karl-Heinz Hartmann”, zunächst allein in der heimischen Doppelgarage. Das junge Unternehmen wuchs schnell, und schon bald stand ein Umzug an die Malteserstraße an.

Wachstum und Erweiterung

1965 machte Karl-Heinz Hartmann auch privat einen großen Schritt in die Zukunft. Er heiratete seine Frau Christa, die ebenfalls aus Stettin stammt und in Münster als Meisterin einen eigenen Friseursalon innehatte. 1969 wurde der erste Sohn Karsten geboren.

Mit dem wachsenden Autoverkehr und der zunehmenden Zahl an zu lackierenden Kraftfahrzeugen wuchs auch die Lackiererei Hartmann. So ging Karl-Heinz Hartmann schon 1974 daran, seinen Betrieb zu erweitern und zog in das Gewerbegebiet Merkureck, wo sich dem Unternehmen in größeren Hallen mehr Möglichkeiten boten.

Beide Söhne wurden Maler und Lackierer

Schwerpunkt blieb in dieser Zeit die Fahrzeuglackierung, allerdings nicht nur für Pkw, sondern auch für Lkw, Landmaschinen und zunehmend Aufträge aus der Unfallinstandsetzung. 1976 schließlich wurde mit Volker Hartmann der zweite Sohn des Hauses geboren. Beide Söhne folgten dem Beispiel ihres Vaters, machten eine handwerkliche Ausbildung und legten später ihre Meisterprüfung als Maler und Lackierer ab.

Für Karl-Heinz Hartmann waren es damit beste Voraussetzungen, als er 1997 in den Ruhestand ging und seinen beiden Söhnen den Betrieb übergab. Ganz ohne den Beruf sollte es für ihn aber dann doch nicht gehen: Noch bis 2001 arbeitete er im Betrieb mit und lackierte mit Vorliebe Möbel und Motorräder.

Dritte Generation

Seine beiden Söhne sind bis heute dem Handwerk treu geblieben. Während Volker Hartmann den Betrieb am Standort Merkureck mit dem Schwerpunkt Unfallinstandsetzung weiterführte, wechselte Karsten Hartmann 2003 mit seinem Unternehmen nach Amelsbüren, wo er sich neben der Kfz-Lackierung auch auf das Lackieren von Möbeln, Motorrädern und Nutzfahrzeugen spezialisiert hat.

Und auch die dritte Generation steht schon bereit. Enkelsohn Jan ist Geselle im Fahrzeuglackierer-Handwerk und hat seine Ausbildung im väterlichen Unternehmen absolviert. In dem Meister- und Innungsbetrieb, der im neuen Jahr das 60-jährige Bestehen feiern kann, haben Jubilar Karl-Heinz Hartmann und seine Söhne fast 100 jungen Menschen zu einer beruflichen Karriere im Handwerk verholfen.

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