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An der Pater-Kolbe-Straße sind die Straßenbaumaßnahmen im Verzug

Milder Winter würde helfen

Münster-Hiltrup

Eine Bauzeit von 18 Monaten hatte die Stadtverwaltung für die Pater-Kolbe-Straße angekündigt. Zur Halbzeit zeichnet sich ab: Es könnte knapp werden. Auch die Stadtwerke entwickeln neue Überlegungen zur Buslinenführung.

Von Michael Grottendieck

Auf 18 Monaten wurde die Bauarbeiten an der Pater-Kolbe-Straße in Amelsbüren veranschlagt. Foto: gro

Die Halbzeit ist erreicht bei der Amelsbürener Großbaustelle an der Pater-Kolbe-Straße. Zugleich wird hartnäckig darüber spekuliert, ob die Stadtbuslinie nach der Fertigstellung gar nicht mehr auf die Pater-Kolbe-Straße zurückkehrt.

Bis weit in das kommende Jahr ist der Straßenzug eine Großbaustelle. „Die Baumaßnahme hat zum jetzigen Zeitpunkt leichte Verzögerungen“, bestätigt eine Sprecherin des Tiefbauamtes. Als Gründe werden der Wintereinbruch zum Beginn des Jahres sowie die Regentage im Sommer angeführt. Auch hätten die Arbeiten im Erdreich „Mehraufwendungen“ erforderlich gemacht, „die im Vorfeld nicht vorhergesehen werden konnten“.

Mit Verwunderung haben allerdings viele Amelsbürener in der Urlaubszeit festgestellt, dass die Baustelle im Sommer für drei Wochen ruhte (unsere Zeitung berichtete). Ratsmitglied Stefan Weber hielt sein Unverständnis darüber nicht hinter dem Berg. „Das ist absolut nicht mehr zeitgemäß.“ Zugleich wies Weber auf den desolaten Zustand der Nachbarstraße „Zum Häpper“ hin.

Gelassenheit bei der Stadt

Bei der Stadt Münster gibt man sich betont gelassen. „Da wir aber noch die Hälfte unserer Bauzeit vor uns haben, gehen wir aktuell davon aus, dass wir diese Verzögerungen wieder aufholen können.“ Allen Beteiligten sei es daran gelegen, die Bauzeit einzuhalten. „Wir rechnen also immer noch mit einer Fertigstellung im Sommer 2022“, erklärt Maria Koordt vom Amt für Tiefbau und Mobilität. Ein milder Winter würde helfen, sagt sie.

Zur zweiten Frage nach der künftigen Buslinienführung können die Stadtwerke etwas sagen. Fährt der Bus weiterhin über die Straße „Am Dornbusch“ oder kehrt er zurück an die Pater-Kolbe-Straße? Die Stadtwerke lassen keinen Zweifel daran, dass die Linie 1 im kommenden Jahr wieder über die Pater-Kolbe-Straße geführt wird.

„So sieht es auch die politische Beschlusslage vor“, bekräftigt Lisa Schmees, Sprecherin des städtischen Versorgungsunternehmens, gegenüber unserer Zeitung.

Bessere Anbindung an den ÖPNV

Aber: Die Interimslösung habe den Stadtwerken auch gezeigt, wie eine bessere verkehrstechnische Erschließung des Davertdorfes möglich sei. Der Süden Amelsbürens ist derzeit in einen 20-Minuten-Takt an das Busnetz angebunden. Das gelte auch für den Bahnhofsbereich, ergänzt sie. „Das hatten wir vorher nicht“, erklärt Schmees.

Zusammen mit der Linie 18, die zwischen Wolbeck und Alexianer-Werkstätten pendelt, und dem Loop-Projekt gebe es aktuell eine sehr gute Erschließung Amelsbürens durch den Öffentlichen Nahverkehr. „Das wollen wir erhalten“, stellt Schmees fest und kündigt „eine ergebnisoffene Überprüfung der Linienführungen“ durch Verkehrsexperten der Stadtwerke an.

„Dabei werden wir verschiedene Szenarien für die Liniennetze durchspielen.“

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