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Benefiz-Turnier des Golfclubs Tinnen

Nur einige Unverdrossene kamen

Münster-Amelsbüren

Normalerweise kann Clubmanager Michael Langenkamp mit 120 Teilnehmern rechnen, wenn in Tinnen das Benefiz-Golfturnier zugunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe stattfindet. Aber was ist schon normal in diesem Jahr?

Von Helga Kretzschmarund

Freude am Benefizturnier zugunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe hatte trotz der vorhergesagten Unwetterwarnungen dieser Viererflight an Loch 5 des GC Tinnen. Foto: Kretzschmar

In ruhigem kräftigen Grün liegt die halboffene Landschaft mit vielen natürlichen Inseln und aufwachsenden Naturwaldzellen vor uns, als wir mit dem Caddy einen Flight für einen Fototermin aufsuchen. Dieser spielt gerade auf dem zwölf kilometerlangen Kurs Gelb/Rot, wie Clubmanager Michael Langenkamp die 18-Loch Anlage des Golfclubs Tinnen nennt.

Der Flight mit schon erfahrenen alten Hasen ist einer von den wenigen, die sich zum mittlerweile 40. bundesweit ausgeschriebenen Benefiz-Golfturnier zugunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe angemeldet haben. „Wir haben doch tolles Wetter“, heißt es aus deren Munde.

Allerdings, die Voraussetzungen für das Auszurichten des Turnier waren außerordentlich ungünstig. „Normalerweise haben wir regelmäßig bis zu 120 Golfspieler für dieses Turnier“, zitiert er die Teilnehmerlisten aus den letzten 25 Jahren. Aber dieses Jahr ist nun einmal anders. Nicht nur, dass die Wetterprognosen mit Starkregen und Gewittern überaus ungünstig für einen Freiluftsport waren, sondern auch die Coronamaßnahmen, die weit in die sommerliche Turnierplanung greifen.

Kurzfristig grünes Licht erhalten

„Erst eine Woche vor Pfingsten gab uns das Ordnungsamt grünes Licht für Wettspiele“, sagt Langenkamp. Folglich fielen das traditionelle Pfingstturnier als Start in die Saison wie auch das Sommerfest, das an diesem Wochenende hätte stattfinden sollen.

So nahmen die Golfspieler am Samstag die Gelegenheit war, auch das Pfingstwettspiel nachzuholen. Das einherging mit den Brutto- und Nettosiegern. Wobei bei den Bruttosiegern die reine Schlagzahl während der ganzen Golfrunde zählt, der Nettosieger anhand seines Handicaps in Relation zu seiner Schlagzahl gesetzt wird. Auch am späten Vormittag bleibt es nach der vorgegebenen Startzeit ruhig. Den Blick nach oben gerichtet, verheißt der Himmel nichts Gutes. Aber „wir haben fünf Blitzschutzhütten, die von überall leicht zugänglich sind“, beruhigt Michael Langenkamp. Am Ende ging alles glatt.

Nur auf das gesellige Beisammensein mussten die Golfer coronabedingt mit dem traditionellen anschließendem Essen verzichten. Draußen ist es nach den nierigen Inzidenzwerten inzwischen möglich, nach dem Luca-Einchecken ohne Maske auf der Terrasse Essen und Getränke einzunehmen.

Die nächsten Turnier sind bereits fest geplant

Die Zahlen lassen hoffen, denn die Planungen für die nächsten Turniere sind schon in den Stiel gestoßen. So startet bereits am 19. Juni das traditionelle Zwei-Löwen-Turnier, am Wochenende 3. und 4. Juli finden die Stadtmeisterschaften in Tinnen und Wilkinghege statt.

Am frühen Abend standen die Sieger des Benefiz-Golfturniers fest. Bruttosiegerin wurde Ute Nebe und Philip Revie, beide GC Tinnen. Nettosieger wurden Moritz Langheid, Reinhard Erler und Christina Sendker, alle GC Tinnen. Die Sieger dürfen sich nun in einem Regionalfinale für das Bundesfinale am 25. September im Essener Golf-Club Haus Oefte qualifizieren. Am Ende unterstützten 20 Golferinnen und Golfer die Arbeit der Kinderkrebs-Hilfe mit insgesamt 1405 Euro.

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