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„Vielleicht gibt es einen Möhreneintopf“

Auf dem Acker eigene Speisemöhren ernten

Münster-Amelsbüren

Für Kinder ist ein Riesenspaß. Sie können Speisemöhren aus dem Acker buddeln. Ein Landwirt hat seinen Acker dafür freigegeben. Das Angebot wird rege genutzt.

Von Helga Kretzschmar

Möhren-Ernte auf dem offenen Feld. Foto: Kretzschmar

Das hätte ein Ehepaar aus Münster nicht erwartet. So viele Speisemöhren weit und breit. Auf mehreren Hektar Fläche hatte die Familie Brüning-Sudhoff am Böckenhorst Möhren angebaut hatte und dennoch nicht rechtzeitig ernten können. „Die nassen Witterungsbedingungen hatten eine Ernte nicht zugelassen“, so Viktoria Brüning-Sudhoff. Kleine Frostschäden hatten es nun unmöglich gemacht, die Speisemöhren für den Lebensmittelhandel zu vermarkten.

Da kam der Landwirtsfamilie die Idee kam, die gesamte Ernte nicht einfach unterzupflügen, sondern zum Möhren-Graben freizugeben. Die ganze Aktion dient überdies einem guten Zweck. Direkt am Acker wurde eine Box aufgestellt, ein Vertrauenskasten, um für Menschen in der Ukraine zu spenden.

Eifrige Erntehelfer

Dem Aufruf folgten am Wochenende etliche einige Amelsbürener, die mit dem Fahrrad und entsprechender Ausrüstung aus der nahen Nachbarschaft kamen. Auch Natascha Filies kam mit ihrem dreijährigen Sohn Leonhard um zu ernten. „Mal sehen, als kleinen Snack oder auch als Möhreneintopf“, sagte sie.

Für seine beiden Deutschen Riesen holte Günter Bründel frisches Futter. Auf dem Acker wird als nächstes Mais gelegt. Aber das hat noch etwas Zeit. Bis dahin lässt es sich gewiss so mancher „Erntehelfer“ schmecken lassen.

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