Sommerfest der Alexianer

Vier Baukräne am Wasserturm

Münster-Amelsbüren

„Lassen sie uns gemeinsam schwitzen“, ruft Regionalgeschäftsführer Stephan Dransfeld aus, als er das Fest nach einem ökumenischen Gottesdienst offiziell eröffnet. Und warum sollte das traditionelle Sommerfest nicht ein schönes Fest auf dem Alexianer-Campus werden?

Michael Grottendieck

Die Welt mit allen Sinnen erfahren: Der Sinnespark wurde besonders von den jungen Besuchern intensiv genutzt. Er existiert mittlerweile seit 25 Jahren. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Gruppe „‘n Moal wat aans“ aus den Niederlanden. Foto: gro

Bei der Hitzewelle, die Europa derzeit heimsucht, würde man am liebsten das Freibad oder den Kanal zum Schwimmen aufsuchen – oder einfach nichts tun und sich zu Hause verbarrikadieren. Dennoch beteiligen beispielsweise in Frankfurt mehrere tausend Sportler bei Temperaturen über 35 Grad an einem Triathlon. Auch für das Sommerfest der Alexianer am Sonntag gibt es kein Hitzefrei.

„Lassen sie uns gemeinsam schwitzen“, ruft Regionalgeschäftsführer Stephan Dransfeld aus, als er das Fest nach einem ökumenischen Gottesdienst offiziell eröffnet. Und warum sollte das nicht ein schönes Fest auf dem Alexianer-Campus werden, das in erster Linie der Begegnung dient?

In der lauschigen Umgebung des Sinnesparks, der übrigens sein 25-jähriges Bestehen feiert, findet sich allerorten ein schattiges Plätzchen. Für Getränke ist ebenfalls gesorgt. Im neuen Innenhof am Wasserturm, der sich als Treffpunkt zunehmend größerer Beliebtheit erfreut, finden sich schattige Plätze im Schutz von Sonnenschirmen.

Die Thomas-Schwestern aus Indien, die sich leuchtend gelbe Schürzen umgebunden haben, bieten Spezialitäten aus ihrer Heimat an. Ob ihre Gemeinschaft in Amelsbüren schon zahlenmäßig größer ist als die der noch verbliebenen Brüder vom Alexianer-Orden?

Für lässige und entspannte Atmosphäre sorgen zwei Musiker mit der Pauke und der großen Tuba, die noch weitere Blasmusiker mitgebracht haben. Die Gruppe „‘n Moal wat aans“ aus den Niederlanden war bereits im vergangenen Jahr zu Gast und darf am Sonntag erneut die Besucher unterhalten.

Auch „Caught Indie Act“ ist ein zweites Mal dabei – weil die Band aus Osnabrück bereits im Vorjahr so gut ankam. „Unsere Bewohner stehen zunehmend auf junge Musik“, stellt Unternehmenssprecherin Carmen Echelmeyer dazu fest. „Denn auch unsere Bewohner werden immer jünger.“

Ein Baukran, so wissen Besucher des Sommerfestes, ist eigentlich immer auf dem Alexianer-Campus zu sehen Aktuell künden gleich vier Kräne von Bauaktivitäten rund um den Wasserturm.

Geschäftsführer Dransfeld unternimmt bei Bedarf flott eine kleine Bauführung: Die Paulus-Gruppe zieht aus dem Altbau und erhält als dritte geschützte Gruppe (viele der 24 Bewohner sind an Demenz erkrankt) ein neues Gebäude. Das ist der erste Neubau.

Das neue Tagungszentrum am Hotel platzt aus allen Nähten. Der Innenhof wird daher zu einem Open-Air-Tagungsraum ausgebaut. Denkwerkstatt soll er künftig heißen. Beim Sommerfest wird der Platz als Mensa genutzt. Und schließlich entsteht am Kappenberger Damm das Haus Augustus mit 58 Appartements. Ein Schwerpunkt soll auf der Intensivpflege liegen.

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