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Sommerturnier des Reit- und Fahrvereins Amelsbüren

„Wir bleiben den ganzen Tag hier“

Münster-Amelsbüren

Beim Sommerturnier des Reit- und Fahrvereins Amelsbüren hatten Reiter unterschiedlichen Könnens Gelegenheit, sich zu präsentieren.

Von Helga Kretzschmarund

Gut gelaufen war es für Corinna Behrmann mit Crossover, die einen tadellosen Null-Fehler-Ritt in der Punktespringprüfung Klasse L mit Joker hinlegte. Foto: Kretzschmar

Es war fast wie immer. Über 1500 Nennungen, viele Zuschauer und motivierte Reiter. Ein Wochenende, das dem alljährlichen Sommerreitturnier des ausrichtenden RFV 1876 Amelsbüren wieder alle Ehre machte.

Nur, einen kleinen Unterschied gab es doch noch. Gleich am Eingang wachten freiwillige Helfer, dass sich jeder Teilnehmer wie Gast mit der Luca-App registrierte. Coronakonform verhielten sich alle auf dem weitläufigen Gelände. Im Freien ohne Maske, in der Dressurhalle mit.

Dass das Reiterstübchen geschlossen bleiben musste, tat dem regen Treiben keinen Abbruch. So baute das Helferteam die eigene Kuchentheke unter dem Dach der zweiten Dressurhalle auf, die anderen Essens- und Getränkestände, die ebenfalls im Trockenen standen.

Zahlreiche Reiter aus dem Umland

Zahlreiche Reiter aus dem nahen Umland waren am Start. „Wir bleiben den ganzen Tag hier“, sagte die junge Rinkeroderin Sophie Stumpf, die mit einigen Freundinnen zuschaute. Das sind die wahren Fans.

Ein breites Angebot an Prüfungen gab den Reitern unterschiedlichen Könnens Gelegenheit, sich auf dem Gelände an der Thierstraße zu präsentieren. Vom Einsteiger-Wettbewerb bis zu S-Dressur und M-Springen war alles dabei. „Nur im Ponybereich gab es weniger Prüfungen, vor allem im Einsteigerbereich“, wies die 2. Vorsitzende Beate Schmitz auf das Nachwuchsturnier am Wochenende des 25. und 26. September hin, an dem die besagten Prüfungen mit dabei sein werden.

Dennoch eingebaut in das Programm am Sonntagnachmittag hatten die Amelsbürener eine Pony-Stilspringprüfung der Klasse L, bei der sich die Ponyreiter für die Westfälische Pony-L-Tour qualifizieren konnten. Nach den Turnieren in Billerbeck, Olfen und Amelsbüren werden sich die Qualifizierten mit einer Wertnote über 6,0 in vierzehn Tagen zum Finale in Ascheberg treffen.

Dressurreiten beim Amelsbürener Reitturnier Foto: Kretzschmar

Für die Lokalmatadorin Corinna Behrmann lief es gut bei der Punktespringprüfung Klasse L mit Joker. Ein schneller Null-Fehlerritt sicherte ihr eine Platzierung. „Es ist gut gelaufen“, freute sich die Reiterin des RFV 1876 Amelsbüren über ihre Platzierung. „Hier ist es stressfreier, das Pferd kann zwischendurch in die Box, es hat also keine langen Anfahrten und wir kennen den Parcours“, sagte Behrmann.

Gut lief es für Susanne Mümken vom heimischen Reiterverein mit der Zweitplatzierung in der M-Dressur. Chapeau auch für die viertplatzierte Caroline Noll in der S-Dressur. Die silberne Schleife gab es für Leonie Ribbert in der Punktespringprüfung Kl. A mit Joker. Yasmin Klüsener wurde Vierte im Stilspringwettbewerb, ebenso Vierte wurde Alina Lödding in der Dressur Klasse L wie auch in der Dressur-/Springprüfung Kl. A und Fünfte in der Dressurreiterprüfung Kl. L. Vierte auch Constanze Bölling in der Stilspringprüfung Kl. A.

Goldene Schleife

Anders bei den Pferdeprüfungen, bei denen nicht der Reiter, sondern die Eignung des Pferdes unter Beweis gestellt wird. Hier siegte die vielversprechende vierjährige westfälische Stute Summer Flash von Sir Heinrich unter ihrer Reiterin Melissa Pander vom RFV 1876 Amelsbüren in der Dressurpferdeprüfung Kl. A. Pander stellte auch die Stute Summer Flash R, ebenfalls von Sir Heinrich, mit einem ersten Platz in der Dressurpferdeprüfung Kl. A vor.

Die unter anderem auch auf den Bundeschampionaten erfolgreiche Henrike Sommer, die mittlerweile für den St. Hubertus Wolbeck startet, verließ mit dem fünfjährigen Oldenburger Hengst First Deal von Floriscount das Dressurviereck der Klasse L mit einer Goldenen Schleife.

Wehmut beim Abschied

Ein weiteres Highlight sicherlich mit einem Tröpfchen Wehmut verabschiedeten die Amelsbürener ihren langjährigen Parcoursbauer Bennie Kleijn. „Seit 1982 war er bei uns als Reitlehrer tätig, dann seit 1991 als Parcoursbauer“, verabschiedete Vorsitzender Markus Schulze Finkenbrink samt Vorstand ihren langjährigen Weggefährten mit einem tollen Präsentkorb – natürlich im Freien auf der Terrasse, die vor der Reithalle gebaut ist.

Und am Ende des Sommerturniers ehrte der Vorstand die erfolgreichsten Amelsbürener Reiter. „Eine über 30-jährige Tradition“, so Beate Schmitz. Diese konnten nun Merle Elshof fortsetzen, die Gold in der Dressur-/Springprüfung Kl. A und Bronze in der A-Dressur erhielt, und Hannah Hülsbusch mit dem fünften Platz in der E-Dressur. Am 26. August wird der Reit- und Fahrverein seine Mitgliederversammlung abhalten.

Freundliche Begrüßung an der Thierstraße. Foto: Kretzschmar
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