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Heute beginnt die Fastenzeit – Gemeinde St. Nikolaus Münster hat Corona konforme Angebote

Aschermittwoch am Lagerfeuer

Münster-Südost

In Corona-Zeiten ist nichts, wie es einmal war. Der Pandemie geschuldet, sind Veranstaltungen vielfach verboten, Gottesdienste werden stark eingeschränkt. Die Gemeinde St. Nikolaus Münster ist kreativ geworden.

Iris Sauer-Waltermann

Der leitende Pfarrer der Gemeinde St. Nikolaus Münster stellt das Fastenzeit-Programm vor. Foto: isa

„Unser Team hat eine ganze Reihe von tollen Angeboten entwickelt, die die klassischen Fastenzeit-Formate ergänzen oder ersetzen“, erläutert der leitende Pfarrer Jörg Hagemann. Dazu gehören Online-, Open-Air- und Wander-Gottesdienste, ein Aschekreuz zum Selbermachen und „Exerzitien – halb analog und halb digital“.

In der Fastenzeit bereiten sich die Christen auf Ostern, das Fest der Auferstehung, vor. In Münster-Südost werden verschiedene Formen angeboten, den heutigen Aschermittwoch als Beginn der Fastenzeit zu begehen. Es finden „beinahe normale“ Gottesdienste mit der Spende des Aschekreuzes in den Kirchen St. Bernhard, St. Nikolaus und St. Ida statt – für die natürlich Anmelde- und Maskenpflicht sowie die sonstigen Corona-Schutzmaßnahmen gelten.

Da die kleine romanische St.-Agatha-Kirche in Corona-Zeiten nicht genutzt werden kann, gibt es in Angelmodde am Aschermittwoch aber auch einen Open-Air-Gottesdienst – mit Lagerfeuer. Der Wortgottesdienst beginnt um 18 Uhr vor dem Eingang der Kirche (wegen der Schneemengen nicht im Pfarrgarten, wie zunächst geplant). Er dauert etwa eine halbe Stunde. Nach einer kurzen Besinnung wird Asche aus dem Lagerfeuer gesegnet und das Aschekreuz gespendet.

Besonders für Familien ist ein Video von Pastoralreferent Richard Schu-Schätter gedacht, in dem er gemeinsam mit seinem Sohn zeigt, wie man selbst ein Aschekreuz herstellt. Eine weitere PDF-Vorlage, die man aus dem Netz herunterladen kann, gibt Impulse für einen Aschermittwochgottesdienst zu Hause. Auch der Fastenzeit-Familien-Podcast „frohundmunter“ startet am Aschermittwoch und bietet bis Ostermontag täglichen einen kleinen Impuls zum Nachdenken.

Während der gesamten Fastenzeit werden Interessierten ganz besondere Exerzitien angeboten: An fünf Mittwochabenden können sie – je nach Wunsch analog oder digital – um 19 Uhr an einer Eucharistiefeier in der St.-Nikolaus-Kirche teilnehmen. Daran schließt sich um 20.15 Uhr zu Hause ein digitales Austauschtreffen über das Programm Microsoft Teams an. Die Tage zwischen den digitalen Treffen gestaltet jeder mit einem meditativen Set aus 21 Karten, die für sechs Euro erhältlich sind. Ein Informationstreffen findet am 24. Februar statt.

Jeden Sonntagabend um 18 Uhr bietet Pfarrer Thomas Schulz so genannte „Oasen-Gottesdienste“ an. In der St.-Ida-Kirche erleben Interessierte eine Stunde der Ruhe und Besinnung, in der sie „wie in einer Oase auftanken können“. Seine Impulse zur Fastenzeit sind auf der Homepage und im „Publikandum“ zu finden.

Pfarrer Robert Schmäing hat für die Fasten- und Osterzeit insgesamt zehn Haus-Andachten zusammengestellt. Sie beinhalten Lieder, Gebete, Bibelstellen und geistige Impulse und können als PDF-Datei heruntergeladen werden. Ausgedruckt können sie auch Menschen begleiten, die keinen Zugang zum Internet haben.

Kreativ in Corona-Zeiten sind vier Wander-Gottesdienste, die in der Fastenzeit jeweils samstags um 16 an der St. Agatha-Kirche starten. Die Termine sind 20. Februar, 27. Februar, 13. März und 27. März. Speziell Jugendliche sprechen ein digitaler Jugendgebetsabend und ein digitaler (Couch-) Gottesdienst an. Digitale Mini-Gottesdienste für Familien mit Kindern sowie ein musikalisch untermalter Bußgottesdienst mit Pfarrer Klaus Wirth am 21. März um 17 Uhr in der St.-Bernhard-Kirche runden das Programm ab.

Alle Angebote sind auf der Homepage der Gemeinde St. Nikolaus Münster zu finden. Für alle Gottesdienste gelten Masken- und Anmeldepflicht.

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