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Die Bundestagswahl in Angelmodde und Wolbeck

Die Stadtteile wählen anders

Münster-Angelmodde/Wolbeck

Hätten einzig und alleine die Wähler in Wolbeck und Angelmodde das Sagen gehabt, wäre die Wahl anders ausgegangen: So hat der Südosten der Stadt Münster gewählt.

Von Markus Lütkemeyer

Die Wahlbeteiligung war auch im Südosten der Stadt außergewöhnlich hoch. Foto: Jan Woitas

Die Wahlhelfer in Angelmodde und Wolbeck hatten bei der Bundestagswahl am Sonntag gut zu tun: Die stadtweit auffällig hohe Wahlbeteiligung war auch im Stadtbezirk Südost deutlich spürbar.

In manchen Wahlbüros ging es trotz der vielen Briefwähler fast durchgängig zu wie im Taubenschlag. Von 21 865 Wahlberechtigten haben 18 078 Menschen ihre Stimme abgegeben. Das sind rund 83 Prozent. Doch damit hören die Gemeinsamkeiten mit dem gesamtstädtischen Ergebnis auch auf. Denn Angelmodde und Wolbeck haben teilweise deutlich anders gewählt als die Innenstadt.

CDU bei den Erststimmen vorne

Hätten einzig und alleine die Wähler in Wolbeck und Angelmodde das Sagen gehabt, dann hätte Dr. Stefan Nacke (CDU) das Direktmandat für den Bundestag gelöst. Er bekam in Angelmodde 30 Prozent und in Wolbeck 34,7 Prozent der Stimmen. Die tatsächliche Siegerin Maria Klein-Schmeink landete bei den Erststimmen sowohl in Angelmodde als auch Wolbeck nur auf Platz drei. Bei den Zweitstimmen lag die SPD vorne: Sie konnte 23,46 Prozent der Wähler im Südost auf sich vereinigen.

AfD punktet in drei Wahlbezirken

Auffällig sind die Ergebnisse in den Wahlbezirken Bachstraße, Theodor-Heuß-Straße sowie Kreuzbach. In allen drei Wahlbezirken lag die Wahlbeteiligung deutlich unter dem Durchschnitt. Gleichzeitig konnte dort die AfD punkten – im Wahlbezirk Bachstraße erhielt sie etwa 13 Prozent der Zweitstimmen. Zum Vergleich: Im Rest des Südostens kam die AfD auf 3,9 Prozent.

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