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Pop-Kantate in der Friedenskirche

Drei Königinnen im Funkloch

Münster-Angelmodde/Gremmendorf

Eine traditionelle biblische Geschichte im „Timewarp“ Richtung Neuzeit – was dabei herauskommt? Zum Beispiel heilige drei Könige, die sich ohne Navi verirren. Die Pop-Kantate von Hans Hermann Wickel brachte das Publikum in der Friedenskirche mitunter zum Schmunzeln.

Von Andreas Hasenkamp

Die Heiligen drei König(innen) Caspar, Melchior und Balthasar, singen auf dem Weg nach Bethlehem – unterstützt vom Chor der Kirchengemeinde. Foto: Andreas Hasenkamp

Die Geschichte von den drei Königen, die zum Geburtsort Jesu ziehen, wurde in der Friedenskirche als Pop-Kantate aufgeführt: „Die ver(w)irrten Heiligen Drei Könige“. Die Geschichte ist klassisch, die Instrumentierung ebenso, die Darbietung aber neu gefasst.

Die drei Könige, beziehungsweise hier Königinnen, sind aus moderner Zeit, genauer: Smartphone-Zeit. So fragen Caspar und Balthasar per App bei Melchior an, ob man denn wohl gemeinsam losziehen solle. So sind die Drei etwas verwirrt, später auch verirrt: Wie sollen sie den Weg finden? Es geht um ein Navi und Funklöcher, aber vor allem um den Sinn – das Kind, das neugeboren schon ein König sei, das in einer ärmlichen Hütte liege. Das ließ manche in der für Corona-Verhältnisse gut besetzten Kirche schmunzeln. Und später applaudieren – denn die Kantate gelang auch musikalisch.

Chorgesang und reiche Instrumentierung

Was die Heiligen Drei Könige zu singen haben, setzt der Chor der Friedenskirchengemeinde mit Nachdruck fort, und eine reiche Instrumentierung sorgte für noch mehr Ausdruck und Freude an der Musik. Sigrun Lips-Scherer spielte die Flöte, Thomas Koyer das Saxofon, Pfarrer Karsten Dittmann die Gitarre, am Kontrabass stand Hans-Dieter Otto. Jonas Wolbeck spielte das Schlagzeug und Hans Hermann Wickel das Klavier.

Cosima und Nausikaa Berger sowie Merrit Jung füllten die Rollen der Königinnen bestens aus – da kam nach der Kantate schon mal ein Teilnehmer, um persönlich ein Lob auszusprechen.

Es dirigierte Hans Hermann Wickel, der die Pop-Kantate auch verfasst hat. Er gab der Freude Ausdruck, dass man das Stück überhaupt habe aufführen können, trotz der zugespitzten Lage: Es galt 2G.

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