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Hans-Georg Dornhege im Gallitzin-Haus

„Ein Meisterschüler, der seinem Lehrer in nichts nachsteht“

Münster-Angelmodde

Hans-Georg Dornhege zeigt neue und alte Werke im Gallitzin-Haus. Die Vernissage war im mehrfachen Wortsinn ein „Treffen in Angelmodde“.

Von Andreas Hasenkamp

Ein vielschichtiges „Treffen in Angelmodde“ zog zur Vernissage die Blicke vieler auf Werke von Hans-Georg Dornhege. Foto: anh

Das war ein „Treffen in Angelmodde“, das seinem Titel gerecht wurde. Am Sonntag eröffnete mit einer Vernissage die Ausstellung von Hans-Georg Dornhege.

Im Mittelpunkt stand zunächst ein fiktives Treffen in Angelmodde, jenes der „Sacra Familia“: Engelbert Honkomp führte in die Geschichte des Ursprungsgemäldes von Theobald von Oer ein. Dornhege hat dieses Gemälde 1985 paraphrasierend umgesetzt – und mit einer persönlichen biografischen Note versehen, verknüpft mit der Bombardierung Münsters 1942, die seine Familie nach Angelmodde geführt hatte.

Internationales Renommee

Ein Treffen in Angelmodde war es in vielerlei anderer Hinsicht: Zum einen traf sich der Kreis der Heimatfreunde zur ersten Ausstellung seit langem wieder. Zum anderen kam der Freundeskreis des Künstlers Dornhege zusammen sowie ein Teil seiner Familie – von Köln und Kiel war man zum Gallitzin-Haus gekommen – und blieb ausgiebig, unterstützt von Sonnenschein und animiert von der Band „Tritonix“.

Volles Haus: Freunde und Familie waren zur Vernissage gekommen. Foto: Andreas Hasenkamp

Hein Götting würdigte Dornhege als Künstler von internationalem Renommee, einen Meisterschüler, „der seinem Lehrer in nichts nachsteht“, lange Professor in Berlin, unter anderem mehrfach Documenta-Aussteller, der Strömung der „neuen Realisten“ zugehörig, der nun im Gallitzin-Haus ausstellt – und fast vollständig speziell dafür geschaffene Werke.

Alte Werke zu Angelmodde sind dabei, auch eines von Dornheges Onkel und künstlerischem Lehrer Theo Junglas. Neu sind insbesondere jene Werke, die der Fürstin Gallitzin gewidmet sind. Sie können Besucher Einblicke in die Geistesgeschichte bieten, Schicht um Schicht. Diese Geschichte, von reformerischer Philosophie und Theologie, macht einen guten Teils des „Treffens von Angelmodde“ aus.

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