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Löschzug Angelmodde trifft sich für Ehrungen

„Für Innovationen bekannt“

Münster-Angelmodde

Es war die erste Generalversammlung seit zwei Jahren: Der Löschzug Angelmodde traf sich dafür im Freien an der Werse und nahm lange geplante Ehrungen vor. Lob gab es auch für die aktive Jugendfeuerwehr.

Von Andreas Hasenkamp

Der Löschzug Angelmodde traf sich an der Werse: Bewältigt wurde ein großer Stau an Beförderungen und Ehrungen. Foto: Andreas Hasenkamp

Manches an Gesprächen und Schulungen hat der Löschzug Angelmodde der Freiwilligen Feuerwehr in der Pandemie via Internet bewältigt, am Sonntag erlebten die Wehrleute die erste Generalversammlung seit 2019 in Präsenz und im Freien. Das sorgte bei den Ehrungen und Beförderungen für einen besonderer Rahmen.

Am längsten warten musste Malte Igelmann auf die Ehrung für zehnjährige Mitgliedschaft im Verband – sie geht auf das Jahr 2019 zurück. Die meisten Ehrungen und Beförderungen hatte Johannes Götting gesammelt: Er empfing nun neben einer Ehrung des Landesinnenministers für 25-jährige Mitgliedschaft gleich zwei Beförderungen: zum Oberbrandmeister und zum Brandinspektor. 35 Jahre dabei und als „Garanten für Innovation“ im Löschzug gewürdigt wurden Bernd Aland und Frank Sölken.

So eine Jugendfeuerwehr gab es schon lange nicht mehr

Neue Unterbrandmeister sind Stephan Schapmann und Tobias Lewe, Oberfeuerwehrfrau Sophie Aland und Feuerwehrmänner Florentin Bardehle, Malte Engels, Yusuf Ahmed, Jakob Aland, Jannik Hübschmann, Jannik Licht und Uwe Schütt.

Der Löschzug Angelmodde sei für Innovation bekannt, so Dirk Hülsken von der Feuerwehr Münster. Er würdigte auch Verdienste um die Jugendfeuerwehr – vor 35 Jahre habe es eine solche Gruppe nur in Sprakel gegeben.

Verabschiedung von Thomas Reichelt

Denkwürdig war eine Verabschiedung, die aber freilich nur ein Übergang in die Ehrenabteilung ist: Sie galt Thomas Reichelt, er wurde 1979 in die Feuerwehr aufgenommen. Seine Vita würdigte launig Markus Schwienheer. Reichelt war Banker. „Was wollen Sie denn mit Ihrem komischen Zivilberuf bei meiner Feuerwehr?“, habe der Leiter der Feuerwehr damals Reichelt gefragt – mit einem Augenzwinkern. Reichelt stieg in Führungsaufgaben ein, übernahm höchste Aufgaben im Stadtfeuerwehrverband, schulte in Rechtsfragen. Daneben organisierte er mehrere Zapfenstreiche – und zwar „immer korrekt gekleidet“ und in Fragen des korrekten Tragens von Orden versiert und engagiert. Nicht zuletzt jenen zum Jubiläum Wolbecks, zelebriert im Hof des Drostenhofes. Daneben begeisterte er mit seinem Klavierspiel Wehrleute jeden Alters, weil es immer zum Singen anregte.

Bei einem Treffen 2020 war bereits der frühere Löschzugführer Markus Damwerth in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet worden.

24 Einsätze im vergangenen Jahr

Coronafälle gab es nicht im Löschzug, berichtete Frank Sölken gegenüber unserer Zeitung, und der Löschzug sei durchweg einsatzfähig gewesen. Die Zahl der Einsätze habe mit Nachlassen der Kontaktbeschränkungen wieder angezogen. Die Chronik für die Jahre 2020/2021 vermeldet 24 Einsätze. Eine brennende Gasflasche war ebenso dabei wie ein umgestürzter Baum auf dem Werse-Wanderweg. Das Tiefdruckgebiet „Bernd“ bescherte den Angelmoddern nur einige Einsätze zum Wasserabpumpen.

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